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"Endzeit" von Wilm Huygen

PHOENIX-Förderpreis 2010 - Sieger Projektidee

Phoenix Förderpreis "Endzeit" ab

Preisträger Wilm Huygen ("Endzeit") (Quelle: PHOENIX)

Umweltaktivisten und unabhängige Wissenschaftler sind sich einig: Die Reserven der fossilen Energielieferanten Kohle, Gas, Erdöl und auch des Uran werden in weniger als 100 Jahren aufgebraucht sein. Ein gesamtgesellschaftliches Umdenken hin zur Förderung und Nutzung regenerativer Energien wird also auf Dauer unvermeidbar sein. Dennoch wollen oder können die meisten sich eine Welt ohne fossile Ressourcen nicht vorstellen - egal wie viele Studien oder Regierungsinitiativen jedes Jahr zur Energiekrise veröffentlicht werden, halten die meisten Menschen doch an ihren gewohnten Energie-Nutzungsweisen fest.

In "Endzeit" will der Autor mit einer Alltagsgeschichte den Zuschauer für diese Problematik sensibilisieren. Die Beobachtung des letzten Arbeitswinters eines Briketthändlers und somit des Verschwindens der Braunkohle vermittelt ein Gefühl dafür, wie es sein wird, wenn man sich in gar nicht so ferner Zukunft von den heute typischen Energieformen Gas und Öl verabschieden muss.

Der Protagonist Peter van de Beeck ist 72 Jahre alt und in dritter Generation Kohlenhändler – ein aussterbender Beruf. Mit seinem 40 Jahre alten LKW fährt er ein bis zwei Samstage pro Monat los, um die letzten Stammkunden zu beliefern. Dazu gehören auch Maria Schnell und Bärbel Schmitz aus Nippes.

Dr. Walter Kroy ist Physiker und einer der Energieexperten, die die Endzeit der herkömmlichen Ressourcen betonen und zu einem Umdenken auffordern.

Traumatisiert von der Tschernobyl-Katastrophe macht Georg Köstner seit 20 Jahren seinen Strom selbst aus Sonnen- und Windenergie. Ähnlich handelt die nordrhein-westfälische Gemeinde Saerbeck, die unabhängig von fossilen Brennstoffen zu einem ausgeglichenen Energiehaushalt kommt.

Anhand dieser Kurzporträts verknüpft "Endzeit" die Emotionalität eines verschwindenden Zeitalters mit knappen Ausblicken auf die Endlichkeit der Ressourcen – und das ganz ohne Statistiken, Tabellen oder der Auseinandersetzung mit Regierungsprogrammen.

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