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Verleihung der PHOENIX-Preise 2010

Filmstiftung NRW und PHOENIX vergaben Dokumentarfilmpreis und Förderpreis für Projektideen

Die Preisverleihung fand am 21.09.2010 im Hotel Intercontinental in Köln statt.

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PHOENIXPREIS 2010 (Quelle: PHOENIX)

Gewinner des PHOENIX-Dokumentarfilm-Preises 2010: Lobende Erwähnung durch die Jury: Gewinner des PHOENIX-Förderpreises 2010:

VOR ORT

Do, 23.09.10, 17.30 Uhr

Sa, 25.09.10, 23.40 Uhr

Die Preisträger

Die Autorin Birgit Schulz ist am Dienstag für ihren Film "Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte" (WDR/ARTE, NDR, RBB) mit dem PHOENIX-Dokumentarfilm-Preis 2010 ausgezeichnet worden. Der Preis, der von PHOENIX und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gemeinsam ausgelobt wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit dem PHOENIX-Förderpreis 2010 zeichneten die Filmstiftung und PHOENIX Wilm Huygen für sein Filmprojekt "Endzeit" sowie Rasmus Gerlach mit "Mobile Stories" aus. Beide erhalten jeweils 12.500 Euro Preisgeld. Der Produktionskostenzuschuss der Filmstiftung NRW von bis zu 75.000 Euro soll beiden Filmvorhaben zu Gute kommen.

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Monika Piel, Elif Senel und Birgit Schulz (Quelle: PHOENIX)

WDR-Intendantin Monika Piel, die auch Vorsitzende der achtköpfigen Jury ist, lobte bei der Preisverleihung den Gewinner "Die Anwälte": "Es gelingt dem Doku-mentarfilm, eine vermeintlich schon bis ins Detail aufgearbeitete Zeitgeschichte so mit persönlichen Entwicklungen ihrer prominenten Figuren zu verschränken, dass das Ergebnis neue Fragen aufwirft und gleichzeitig berührt und aufwühlt." "Die Anwälte" sei ein "für den politischen Diskurs wichtiges und gleichzeitig emotional bewegendes und visuell aufregendes Gesamtwerk". Birgit Schulz verfolgt in ihrem Siegerfilm die Biografien von Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler, die sich in derselben bundesdeutschen Wirklichkeit völlig unterschiedlich entwickelt haben. Schulz zeigt, was die drei Anwälte geprägt, was sie verbunden hat und an welchen Punkten sie gegensätzliche Wege eingeschlagen haben. Der Film zähle zu den "sehenswertesten Produktionen zur deutschen Zeitgeschichte der letzten Jahre", so Piel.

Weitere herausragende Arbeiten

Lobende Erwähnungen erhielten zwei weitere herausragende Produktionen, die in besonderer Weise das PHOENIX-Preis-Thema "Aufbruch und Wandel" umsetzen: "Kinshasa Symphony" (WDR/RBB) von Claus Wischmann und Martin Baer (Kinostart am 23. September 2010) sowie "Der innere Krieg" (ZDF) von Astrid Schult (PHOENIX-Ausstrahlung am 25. September 2010, 22.30 Uhr). In "Kinshasa Symphony" erlebt der Zuschauer das einzige Symphonieorchester Zentralafrikas - ein Film über den Kongo, die Menschen in Kinshasa und ihre Musik. "Der innere Krieg" erzählt die Geschichte von vier Menschen auf den US-Militärstützpunkten Landstuhl und Ramstein, die ihre Verletzungen durch den Krieg in Afghanistan und im Irak zusammengebracht hat. Sie versuchen, ihren Weg zurück in die Normalität zu finden.

Die beiden Gewinner des Förderpreises beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Themen, haben jedoch eines gemeinsam: "Beide wagen einen Ausblick in die Zukunft", beschrieb Schauspieler und Jury-Mitglied Hannes Jaenicke die zwei "herausragenden filmischen Ideen". Huygen erzählt die Geschichte eines Kohlehändlers und zeigt Visionen der Energiewende. Gerlach thematisiert die Ambivalenz des Handygebrauchs und spannt in vielen kleinen Episoden einen Bogen zwischen einem Rohstoff-Händler an der Wall Street und Menschenrechtlern im Kongo.

Die neue Geschäftführerin der Filmstiftung NRW Petra Müller erklärte im Rahmen der Preisverleihung: "Mit Förderung und Beratung, aber auch mit ihrer Beteiligung an Wettbewerben wie dem PHOENIX-Preis hilft die Filmstiftung NRW jungen wie erfahrenen Filmemachern, ihre Ideen und Projekte zu realisieren. Wir freuen uns sehr über den Förderpreis für "Endzeit" und "Mobile Stories" und den PHOENIX-Dokumentarfilmpreis für "Die Anwälte", ein Projekt, das bereits unsere Förderjury überzeugen konnte. Glückwunsch an die Preisträger, die mit ihren Projekten zeigen, was das Genre Dokumentarfilm kann."

Phoenix preis 2010 gruppenbild

Die Sieger und die Jury der PHOENIX-Preise

Die Jury

Der achtköpfigen Jury gehörten unter dem Vorsitz von WDR-Intendantin Monika Piel, ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter, der Dokumentarfilmer und Publizist Prof. Lutz Hachmeister, der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke, die Dokumentarfilmerin Doris Metz, der ehemalige Geschäftsführer der Filmstiftung NRW Prof. Michael Schmid-Ospach sowie die PHOENIX-Programmgeschäftsführer Michael Hirz und Christoph Minhoff an.

Der mit 10.000 Euro dotierte PHOENIX-Dokumentarfilmpreis wird jährlich an ein dokumentarisches Format verliehen, das sich in besonderer Weise dem Thema "Aufbruch und Wandel in der modernen Welt" widmet. Dabei können gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche oder auch kulturelle Prozesse im Mittelpunkt stehen.

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PHOENIXPREIS 2010 (Quelle: PHOENIX)

Zudem schreiben die Filmstiftung NRW und PHOENIX einen PHOENIX-Förderpreis für herausragende Projektideen aus, die das Thema "Aufbruch und Wandel" jährlich neu variieren. Neben erfahrenen Dokumentaristen sollen damit in besonderem Maße Nachwuchs-Filmemacher angesprochen und unterstützt werden. Die Preisgelder in Höhe von 25.000 Euro können dabei auf mehrere eingereichte Projektideen verteilt werden.

Darüber hinaus stellt die Filmstiftung NRW für die anschließende Realisierung eines ausgezeichneten Projekts bis zu 75.000 Euro zur Verfügung. Den geförderten Film zeigt PHOENIX als Erstausstrahlung in seinem Programm.

Über die Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von WDR-Intendantin Monika Piel. Weitere Jurymitglieder sind ZDF-Intendant Markus Schächter, der ehemalige Geschäftsführer der Filmstiftung NRW Michael Schmid-Ospach, die Dokumentarfilmer Lutz Hachmeister und Doris Metz, der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke sowie die PHOENIX-Programmgeschäftsführer Michael Hirz und Christoph Minhoff.

Einzureichende Unterlagen:
  • Projektvorschlag in Form eines Exposés (max. 2 -3 Seiten) mit Angaben zu Thema, Inhalt und Protagonisten
  • Beschreibung der filmischen Umsetzung
  • Kurze Ausführung zur Themenwahl mit persönlichem Zugang
  • Lebenslauf mit Filmografie und Arbeitsproben (DVD)
  • Grobe Kalkulation der Produktionskosten
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