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Datenskandal

Facebook-Datenaffäre

Vor kurzem wurde bekannt, dass mit Hilfe der App "Thisisyourdigitallife" private Daten über Facebook-Nutzer gesammelt wurden. Offiziell hieß es, die Daten seien für wissenschaftliche Zwecke. Doch jetzt stellte sich heraus, dass Daten von Millionen Facebook-Nutzern missbraucht wurden. Der Druck auf Facebook steigt im Datenskandal um Cambridge Analytica, eine Datenanalysefirma, weiter. Nun äußerte sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich und gab den großen Vertrauensbruch zu. Um den Datenschutz der Nutzer zu verbessern, will Facebook jetzt die Verbindungen zu Daten-Händlern kappen. Eine langfristige Lösung der Probleme könne aber noch Jahre dauern, so Zuckerberg. Dennoch werde Facebook in absehbarer Zukunft die betroffenen Nutzer informieren, deren Daten von Cambridge Analytica betroffen sein könnten.


Alexandr Kogan musste sich am Dienstag (24.4.) dem Medienausschuss des britischen Parlaments stellen. Der Entwickler der Facebook-App "Thisisyourdigitallife" sagte bei der Befragung durch britische Abgeordente aus, die Analysefirma Cambridge Analytica habe die Daten, die die App gesammelt hat, durchaus genutzt.

Der ehemalige Cambridge-Analytica-Chef Alexander Nix hatte das bei seiner Befragung dementiert. "Das ist eine Erfindung", sagte Kogan als man ihn auf die Aussage von Nix ansprach.

Nach langem Schweigen meldete sich Kogan bereits am Montag (23.4.) auf der amerikanischen Nachrichtenseite Buzzfeed zu Wort. Er sei "kein russischer Spion" sagte er. Kogan gab allerdings zu, Daten von Facebook-Nutzern an Dritte weitergegeben zu haben. Allerdings, so sagte er Buzzfeed, sei er nur einer von vielen.


Hamburger Datenschutzbeauftragter leitet Verfahren ein

Der für Facebook bundesweit zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet. Dem US-Konzern werde der Missbrauch der Daten seiner Nutzer vorgeworfen, teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag mit. Der erste Schritt sei eine Anhörung zu den Vorwürfen, sagte er weiter. In dem Verfahren droht Facebook ein Bußgeld bis zu 300.000 Euro.

Bundestagsausschüsse hören Facebook-Manager an

Am Freitagvormittag, den 20.04.2018, soll der bei Facebook für weltweite Politik-Fragen zuständige Manager Joel Kaplan dem Rechtsausschuss und dem Ausschuss Digitale Medien im Bundestag Rede und Antwort stehen. Im Mittelpunkt der Befragung steht der Missbrauch von Benutzerdaten der Facebook-Kunden und weiterer Internetnutzer.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte die CDU-Bundestagsfraktion "mehr Offenheit und Transparenz von Facebook beim Umgang mit Nutzerdaten" gefordert. In einer Mitteilung wird außerdem mehr Respekt vor den Parlamenten erwartet: "Denn bisher macht es den Eindruck, als wolle Facebook lediglich sein Geschäftsmodell retten."


Zuckerberg im Kreuzverhör

Am Dienstag, den 10.04.18, stellte sich Mark Zuckerberg den Fragen der US-Senatoren zum Datenskandal mit Cambridge Analytica. Der Chef von Facebook gestand dabei erneut schwere Fehler ein und versprach Besserung in Form von höherem Datenschutz.
Im Kreuzverhör des Senats sagte Zuckerberg, Facebook habe das Ausmaß seiner Verantwortung nicht ausreichend erkannt. Seine Priorität sei nach wie vor, die Menschen zu vernetzen und das werde immer wichtiger sein als die Interessen der Werbekunden. Den Verdacht, die Social Media-Plattform höre Nutzergespräche ab, um ihnen passende Werbung zu zeigen, wies der Konzernchef als „Verschwörungstheorie“ zurück.

In anderen Belangen vermied Zuckerberg jedoch klare Antworten. Die Frage, wie lange es dauert, bis alle Daten eines gelöschten Accounts entfernt sind, beantwortete der Firmenchef nicht konkret. Auch den Fragen, ob sein Netzwerk eine neutrale Plattform sei und ob er Gesetze zur Internet-Regulierung unterstützen würde, wich er aus.

vor Ort

Di. 10.04.18, 20.15 Uhr

Allerdings deutete der 33-jährige Milliardär an, dass es in Zukunft neben der kostenlosen Version auch eine Bezahlversion ohne Werbung geben könnte. Auch enthüllte er, dass Sonderermittler Robert Mueller im Rahmen der Untersuchung einer möglichen Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 einige Facebook-Mitarbeiter befragt hat. Er selbst sei nicht unter den Befragten gewesen.

Am 10.04.18 um 20.15 Uhr zeigt phoenix in „vor Ort“ die Befragung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im US-Kongress.

Facebook will Betroffene über Datenweitergabe informieren

Nach Angaben der EU-Kommission sind in der Europäischen Union möglicherweise bis zu 2,7 Millionen Menschen vom Datenskandal bei Facebook betroffen. Facebook habe bestätigt, dass die persönlichen Daten von bis zu 2,7 Millionen Einwohnern der EU möglicherweise "in unangemessener Weise" an das Unternehmen Cambridge Analytica weitergeben worden seien, sagte ein Sprecher der EU-Kommission.

Facebook will seine Nutzer weltweit ab Montag, den 09.04.18, über die mögliche Weitergabe ihrer Daten an Dritte informieren. In einem Interview sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl, man werde jeder Person mitteilen, dessen Daten von Cambridge Analytica betroffen sein könnten.

Die Information soll ganz oben im Newsfeed von Facebook auftauchen. Auch alle Apps, mit denen Nutzer auf Facebook verbunden sind, sollen dort in einer eigenen Mitteilung zu sehen sein. Es soll eine einfache Möglichkeit geben, diese Apps zu löschen, kündigte Sandberg.


Mehr Nutzer von Facebook-Datenskandal betroffen als bisher angenommen

Die Zahl der von dem Datenskandal bei Facebook betroffenen Nutzer ist deutlich höher als bislang angenommen. Laut facebook sollen die Daten von bis zu 87 Millionen Usern mit der britischen Firma Cambridge Analytics geteilt worden sein. Bisher war von rund 50 Millionen betroffenen Nutzern ausgegangen worden. In Deutschland sollen rund 310.000 Nutzer betroffen sein.

Trotz neuster Anschuldigungen lehnt Facebook-Chef Mark Zuckerberg einen Rücktritt ab. In einer Telefon-Konferenz betonte er: "Ich denke, das Leben besteht auch darin, aus Fehlern zu lernen. Jetzt müssen wir herausfinden, wie wie weitermachen können."

"Eine Lösung wird Jahre dauern"

Nach dem Datenskandal rechnet Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit keiner schnellen Lösung der Probleme. Bis man sich aus dem Loch herausgegraben habe, werde es noch einige Jahre dauern, sagte er. Wünschenswert wäre es, alle diese Probleme in drei oder sechs Monaten zu lösen. Doch eine längere Zeitspanne sei nötig, um die Nutzerdaten besser zu schützen, gab Zuckerberg in einem Interview zu bedenken.

Anfangs hatte Facebook nur die positiven Seiten der Plattform im Blick gehabt, erklärte Zuckerberg weiter. "Als wir loslegten, dachten wir daran, wie gut es wäre, wenn sich alle vernetzen könnten, wenn jeder eine Stimme hätte." Daher habe man nicht genug auf die Möglichkeiten geachtet, wie dies auch negativ genutzt werden könne. Man sei zu idealistisch gewesen.

Zuckerberg reagierte damit auch auf die Kritik von Apple-Chef Tim Cook, der jüngst bei seinen Kommentaren zum Datenskandal auf Distanz zu Facebook gegangen war. Dieser hatte vor Journalisten geäußert, dass sich das größte soziale Netzwerk der Welt nichts aus seinen Kunden mache. Apple hätte aus den Daten seiner Kunden ebenfalls Geld machen können, sich aber dagegen entschieden. Zuckerberg selbst finde diese Argumente lächerlich.


Facebook will nach Skandal Verbindungen zu Daten-Händlern kappen

Um den Datenschutz der Nutzer auf Facebook zu verbessern, will Facebook seine Zusammenarbeit mit mehreren großen Datenhändlern beenden. Das Vorhaben solle innerhalb von sechs Monaten umgesetzt werden. Unter anderem werde die Zusammenarbeit mit den Firmen WPP, Experian, Transunion und Acxiom beendet. Darüber, ob dies den Werbe-Umsatz des Konzerns beeinträchtigen werde, wollte Facebook sich nicht äußern.

Facebook kündigt Maßnahmen zum Schutz seiner Nutzer an

Unter dem Druck des Datenskandals hat Facebook nun am Mittwoch, den 28.03.18, Schritte zum besseren Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer angekündigt. Der Internet-Konzern teilte mit, in den kommenden Wochen Maßnahmen zu ergreifen, um den Facebook-Nutzern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre zu ermöglichen.

EU-Justizkommissarin Jourova greift Facebook an

EU-Justizkommissarin Vera Jourova

EU-Justizkommissarin Vera Jourova (Quelle: DPA/Olivier Hoslet)

Die EU-Justizkommissarin Jourova fordert eine bessere Erklärung seitens Facebook zum Datenskandal. "Dieser Missbrauch von Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern ist völlig inakzeptabel", betonte die Kommissarin nach einer USA-Reise und forderte in einem Brief eine Erklärung von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. "Ich verlange von Facebook weitere Klarstellungen, etwa inwieweit europäische Nutzer betroffen sind", sagte die Justizkommissarin. Das soziale Netzwerk sei seit vielen Jahren eine Plattform für Politmarketing, schreibt Jourová weiterhin. Die jüngsten Nachrichten würden jedoch darauf hindeuten, dass ein Mangel an Transparenz und der Missbrauch persönlicher Daten auch negative Auswirkungen auf die Qualität dieser Debatte und sogar auf unseren Wahlprozess haben könnte.

Die US-Regierung und die zuständigen Behörden hätten ihr versichert, "dass sie die Vorwürfe sehr ernst nehmen und an der Vorbereitung der notwendigen Schritte arbeiten". Gleichzeitig müssten jetzt die europäischen Datenschutz-Behörden eine "europäische Antwort" geben, so Jourova. "Dieser Skandal sollte ein Weckruf für uns alle sein: Wie wir mit unseren persönlichen Daten umgehen, kann massive Auswirkungen haben. Da geht es letztlich um die Grundfesten unserer Demokratie."

Die EU-Kommission hat dem Facebook-Konzern nun eine zweiwöchige Frist gesetzt, um die Fragen zum Datenskandal zu beantworten.

"Missfallenskundgebungen machen Eindruck"

Justizministerin Barleys Gespräch mit dem Chef-Lobbyisten von Facebook wirkte wie eine Mischung aus Beichte und Sühneversprechen des Internetriesen Facebook. Zwar wurden Fehler eingeräumt und Besserungen versprochen, doch konkret war weder die eine noch die andere Aussage. Zusagen über die ominösen Algorithmen, mit denen die Zuteilung der Nachrichten an die Nutzer gesteuert werden, gab es nicht. Es scheint, dass Datenschutz-Auflagen den Social-Media-Giganten nicht in Aufregung versetzen. Wenn etwas bei Facebook Nervosität auslöst, dann ist es das schwindende Vertrauen der Nutzer. Denn "Missfallenskundgebungen machen Eindruck", sagte Barley über die Sorgen der Facebook-Leute. Denn auf vieles kann Facebook verzichten, nicht aber auf seine Nutzer.


Wie alles begann

Cambridge Analytica

Plakate mit Alexander Nix, Geschäftsführer von Cambridge Analytica (Quelle: dpa/ Stephen Chung)

Alexsandr Kogan lebt im Silicon Valley und ist wohl der Auslöser des Datenskandals. Der russisch-amerikanische Neurowissenschaftler wandte sich vor fünf Jahren mit seiner Idee an Facebook, bei der Infos über die Nutzer mit Hilfe einer App gesammelt werden könnten - alles für wissenschaftliche Zwecke. Die App "Thisisyourdigitallife" sollte eine Art Psychotest sein, bei dem die Nutzer Kogan ihr Einverständnis gaben, auf Informationen über den Wohnort oder verteilte Links zugreifen zu dürfen. Die App hatte jedoch nicht nur Zugriff auf die Daten der ca. 270.000 angefragten Nutzer, sondern auch von deren Freunden und die Freunde von Freunden. Somit sollen rund 50 bis 60 Millionen Facebook-Profile ausgeschöpft worden sein.

Rolle der Datenanalysefirma Cambridge Analytica

Diese Millionen an Daten verkaufte Kogan an die Datenanalysefirma Cambridge Analytica weiter. Deren Geschäftsmodell ist die Analyse von Verhaltensmustern zur Erstellung psychologischer Profile. Nachdem herauskam, dass der Cambridge-Analytica-Chef Alexander Nix vor versteckter Kamera mit Erpressungsversuchen von Wahlkandidaten geprahlt hatte, steht die Firma unter großem Druck. Als Reaktion auf die Vorwürfe hat die umstrittene Datenanalyse-Firma nun ihren Chef Alexander Nix suspendiert. Das Unternehmen teilte mit, er werde bis zum Ablauf einer vollständigen und unabhängigen Untersuchung mit sofortiger Wirkung von seiner Aufgabe entbunden werden.

Die britische Datenschutzbehörde nahm Ermittlungen gegen Cambridge Analytica auf. Sie beantragte einen Durchsuchungsbefehl für die Londoner Zentrale. Wichtigster Kunde der Firma waren die Republikaner, die Partei von Donald Trump. Mit Hilfe der 50 Millionen Facebook-Daten konnten die Wähler in den USA im Wahlkampf 2016 personalisiert angesprochen werden, da man deren Sorgen, Nöte und Haltung kannte. Einer der Investoren der Firma ist der Milliardär und Trump-Freund Robert Mercer. Fraglich ist auch die Vermutung, dass Aleksandr Kogan, der den Psychotest entwickelt und die Daten verkauft hatte, Geld aus der russischen Stadt St. Petersburg für seine Forschung erhalten haben soll.

Facebook-Chef Zuckerberg äußert sich zum Skandal

Nach langem Schweigen äußerte sich nun Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem Interview zum Datenskandal. Er gab zu, dass das Vertrauen der Nutzer durch den großen Fehler verletzt worden sei: "Ich bedaure das sehr. Unsere Aufgabe ist es, die Daten unserer Nutzer zu schützen. Wenn wir das nicht schaffen, haben wir es nicht verdient, den Menschen zu dienen." Zuckerberg versprach, dass Facebook die Daten seiner Nutzer künftig besser schützen werde.

Denn eine der zentralen Fragen der vergangenen Tage war, weshalb Facebook die Datenschieberei nicht öffentlich gemacht hat, als das Unternehmen im Dezember 2015 davon erfahren hatte. Zuckerberg antwortete, dass es im Nachhinein ein großer Fehler gewesen sei. Er habe Cambridge Analytica geglaubt. "Ich bin es gewohnt, rechtlich bindenden Erklärungen zu vertrauen", sagte er. "Diesen Fehler dürfen wir nicht nochmal machen. Deshalb werden wir jetzt jede App genau untersuchen, die Zugang zu großen Datenmengen hatte." Zuvor hatten US-Medien berichtet, die US-Aufsichtsbehörde FTC habe Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet. Sollte sie eine Verletzung der Datenschutzregeln feststellen, könnte sie hohe Strafen verhängen.

Kritik von Datenschützern und Politikern

Doch für eines der wichtigsten Datenschutzorganisationen in den USA, Electronic Frontier Foundation (EFF) aus San Francisco, gehen die von Zuckerberg angekündigten Maßnahmen nicht weit genug. Sie kritisiert vor allem, dass Zuckerberg und sein Unternehmen die Nutzer nicht schon vor drei Jahren informiert habe. Auch Politiker sehen angesichts des Datenskandals die Demokratie bedroht. Justizministerin Katarina Barley sehe in dem Skandal eine "Gefahr für die Demokratie" durch Wahlkampfmethoden anhand von Facebook-Daten, wie sie offenbar in den USA angewandt wurden. Es sei nicht hinnehmbar, dass Nutzer in sozialen Netzwerken gegen ihren Willen ausgeleuchtet werden, um sie ganz gezielt mit Wahlwerbung oder Hass gegen den politischen Gegner zu bombardieren, sagte die SPD-Politikerin. Deshalb wolle sie Vertreter von Facebook ins Justiz- und Verbraucherschutzministerium laden und eine Erklärung von Facebook zu dem Skandal erzwingen. Sowohl die Grünen als auch Dorothee Bär von der CSU sind der Meinung, dass neue Gesetze entworfen werden müssten. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten geschützt werden, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Konstantin von Notz.

Zuckerberg vom US-Senat vorgeladen

Im Zuge des Datenskandals soll Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem Justizausschuss des US-Senats aussagen. Der Vorsitzende des Komitees, Charles Grassley, teilte am Montag, den 26.03.18, mit, er habe Zuckerberg sowie die Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet und des Kurznachrichtendienstes Twitter für den 10. April zu einer Anhörung eingeladen. Er solle dem Justizausschuss der Kammer versichern, dass sich sein Unternehmen um den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden kümmere. Sollte Facebook dazu nicht in der Lage sein, forderte Senatorin Dianne Feinstein, müsse wohl der Kongress einschreiten. Und auch vor dem EU-Parlament solle Zuckerberg eine Erklärung abgeben. Facebook müsse "vor den Vertretern von 500 Millionen Europäern klarstellen, dass persönliche Daten nicht dazu benutzt werden, um Demokratie zu manipulieren". Das teilte auch der Präsident des Europäischen Parlaments Antonio Tajani.

Sinkender Börsenwert

Nach Bekanntwerden des Skandals sank der Kurs der Facebook-Aktie am Montag, den 19.03.18, um sieben Prozent. Rund 35 Milliarden Dollar Börsenwert wurden dadurch vernichtet. Am Dienstag, den 20.03.18, sackte der Wert erneut um 2,6 Prozent ab. Die Aktie schnitt damit so schlecht ab wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Aktionäre reichten daraufhin eine Klage gegen das soziale Netzwerk ein. Es heißt, dass Facebook "sachlich falsche und irreführende Aussagen" zur Firmenpolitik gemacht habe. Aufgrund der großen Verluste argumentierten die Kläger, dass Facebook hätte mitteilen müssen, dass es Dritten Zugriff auf Daten von Millionen Nutzern ohne deren Zustimmung gewährt habe. Angesichts der Sorge vor neuen Regulierungsgesetzen für die Branche schlossen andere Social-Media-Firmen in den USA den Handelstag ebenfalls schwächer ab. Die Börsen in Asien reagierten verhalten auf den Datenskandal.

Mit Material von tagesschau.de, dpa AP und REUTERS

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