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Blog zu Nordkorea

Alle Entwicklungen im Nordkorea-Konflikt

In der Nordkorea-Krise kam es im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Südkorea zu Annäherungen zwischen den verfeindeten Staaten. Die Staatsoberhäupter im Norden und Süden wollen auch nach der Spiele an der Entspannungspolitik festhalten. Seit 2006 wird Nordkorea wegen seines Raketen- und Atomwaffenprogramms immer wieder von der internationalen Gemeinschaft zurechtgewiesen. Machthaber Kim Jong-Un droht Südkorea, den USA und Japan immer wieder mit Zerstörung und treibt trotz der UN-Sanktionen die Entwicklung von Atomwaffen voran.

Nun wurde jedoch bekannt, dass US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un zu einem gemeinsamen Treffen bereit sind, um über eine Denuklearisierung zu sprechen. Es wäre das erste Treffen der Staatschef beider Länder. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un und der chinesische Staatschef Xi Jinping haben sich bereits in Peking getroffen, um über den Atomwaffen- und Raketenkonflikts zu verhandeln.

Donnerstag, 19.04.2018

Südkoreas Präsident Moon Jae In: Nordkorea zur Abrüstung bereit

Vor seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In optimistisch über ein Abkommen zum kompletten Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms gezeigt. "Nordkorea hat seinen Willen zur vollständigen Denuklearisierung geäußert", sagte Moon laut seinem Büro bei einem Treffen mit Führungskräften einheimischer Medien.

Moon will am kommenden Freitag, 27.04.2018, mit Kim im Grenzort Panmunjom über die Denuklearisierung und die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel sprechen. Dabei soll das Waffenstillstandabkommen schließlich durch ein neues Friedenssystem ersetzt werden. Das Abkommen ist seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-1953) gültig.

Donald Trump sieht in Treffen mit Kim Jong Un historische Chance

US-Präsident Donald Trump sieht in einem Treffen mit Nordkoras Machthaber Kim Jong Un einen "historischen Moment und möglicherweise sogar mehr als das - wenn es denn klappt." Das sagte der US-Präsident am Rande eines Treffens mit Japans Regierungschef Shinzo Abe. Er hoffe, dass Süd- und Nordkoreaner in Sicherheit, Frieden und Wohlstand zusammenleben könnten. Trump stellte jedoch zur Bedingung, dass das Treffen fruchtbar werden solle. Andernfalls würde er es "voller Respekt verlassen."

Ein Treffen Trumps und Kims steht seit einigen Wochen für Ende Mai im Raum. Am Vortag hatte Trump den frühen Juni als möglichen Zeitraum genannt. Für das Treffen würden fünf Orte erwogen, hatte Trump gesagt.


Sonntag, 15.04.2018

Kim Jong Un empfängt ranghohen Vertreter Chinas in Pjöngjang

Treffen Kim und Song

Treffen Kim und Song (Quelle: dpa)

Am Sonntag, den 15.04.18, meldete die staatliche Nachrichtenagentur von Korea (KCNA) den Empfang des Leiters der internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, Song Tao, in Pjöngjang. Der chinesische Politiker begleitete eine Künstlertruppe, welche in Nordkorea an einem Frühlingsfestival zur Feier des Geburtstags von Staatsgründer Kim Il Sung teilnahm.

Laut der KCNA gab es zwischen Kim und Song einen „fundierten Meinungsaustausch über wichtige Themen von gegenseitigem Interesse“ und über die internationale Lage. Kim habe die Absicht geäußert, die „traditionelle Freundschaft“ zwischen den beiden Staaten den Erfordernissen eines neuen Zeitabschnitts gemäß auszubauen. Auch Song habe einen neuen Beitrag zugesagt, um die „anhaltende und stabile Entwicklung“ der beiderseitigen Beziehungen zu fördern.

Mittwoch, 11.04.18

Abwesenheit Kim Jong Uns in der Frühjahrssitzung des Nordkorea Parlaments

Nordkoreas Parlament hat seine Frühjahrssitzung offensichtlich in Abwesenheit von Machthaber Kim Jong Un abgehalten. Die Staatsmedien veröffentlichten einen Tag nach der Sitzung in Pjöngjang die Namen der Anwesenden – Kim erschien nicht auf der Liste. Dessen Anwesenheit gilt allerdings auch nicht als obligatorisch. Vor der Tagung hatte das Vereinigungsministerium in Seoul berichtet, seit seiner Machtübernahme 2011 habe Kim an sechs von acht Parlamentssitzungen teilgenommen. Die Abgeordneten berieten Berichten zufolge über die Errungenschaften und Ziele der 2016 beschlossenen Fünf-Jahres-Strategie zur Belebung der Wirtschaft und die Staatsfinanzen. Die im Ausland auch als Scheinparlament bezeichnete Oberste Volksversammlung tritt normalerweise nur ein- oder zweimal jährlich zusammen.

Ob seine Abwesenheit in Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf das geplante Gipfeltreffen zwischen Südkorea und den USA steht, blieb unklar. Die Vorbereitungen der Treffen Kims mit Südkoreas Präsident Moon Jae-in am 27. April und US-Präsident Donald Trump Ende Mai oder Anfang Juni haben eine Fülle von diplomatischen Aktivitäten ausgelöst.

Dienstag, 10.04.18

Offizielle Kontaktaufnahme der USA zu Pjöngjang

Zum ersten Mal seit der Ankündigung des geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un bestätigen die USA offiziell den Kontakt zu Pjöngjang. Die US-Regierung hat direkte Gespräche mit Nordkorea aufgenommen, um das Gipfeltreffen vorzubereiten. Am Dienstag, 10.04.18, sprach Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums, von "Diskussionen" zwischen mehreren US-Regierungsbehörden und Pjöngjang.

Am Tag zuvor erklärte Trump, das Treffen werde "im Mai oder Anfang Juni" stattfinden. Mit seiner Äußerung untermauert der US-Präsident, dass er die Planungen für das Treffen vorantreibt. Zuletzt waren Zweifel darüber aufgekommen, ob der Gipfel tatsächlich stattfinden wird. Er gehe davon aus, dass bei dem anvisierten Gipfel beide Seiten "großen Respekt" bekunden würden, und er hoffe, dass es einen "Deal zur Denuklearisierung" geben werde, so Trump.

Donnerstag, 29.03.18

Gipfeltreffen zwischen Moon und Kim am 27. April

Das geplante Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll am 27. April im Grenzort Panmunjomzu stattfinden. Darauf hätten sich Vertreter beider Länder bei Vorbereitungsgesprächen am Donnerstag in Panmunjom geeinigt, berichteten südkoreanische Sender. Bei dem Treffen will Moon die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und Schritte zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms zur Sprache bringen. Kim hatte nach Berichten chinesischer Medien bei einem Besuch in Peking Anfang dieser Woche seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt.

Mittwoch, 28.03.18

Nordkoreas Machthaber Kim hat Chinas Präsident Xi besucht

China hat einen Besuch von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un bei Staatschef Xi Jinping in Peking bestätigt. Laut der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sei Kim von Sonntag, 25.03.18, bis Mittwoch, 28.03.18, in der Volksrepublik gewesen. Es ist die erste Auslandsreise, seit der nordkoreanische Machthaber Kim im Jahr 2011 die Macht übernahm.

Die beiden sprachen über eine mögliche Lösung des Atomwaffen- und Raketenkonflikts. Kim betonte noch einmal, dass er bereit sei, sich auch mit den Präsidenten der verfeindeten Staaten Südkorea und USA, Moon Jae-In und Donald Trump, zu treffen. Termine wurden jedoch noch nicht genannt. Auf die Frage nach einer möglichen Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel sagte Nordkoreas Staatschef, dass dieses Problem gelöst werden könne. Südkorea und die USA müssten eine Atmosphäre des Friedens und der Stabilität schaffen. Für Kim bedeute dies wohl, dass er theoretisch bereit ist, seine Atomwaffen aufzugeben, wenn er im Gegenzug die Garantie bekommt, uneingeschränkt an der Macht bleiben zu können. Um Nordkorea langfristig und stabil wie bisher regieren zu können, brauche Kim aber die Rückendeckung des Nachbarlandes. Doch die Beziehungen zwischen den beiden Staaten waren in den vergangenen Jahren deutlich abgekühlt.

Dienstag, 27.03.18

Hoher nordkoreanischer Besuch in China vor geplanten Gipfeltreffen

Spekulationen über Geheimbesuch von Kim Jong Un in Peking

Spekulationen über Geheimbesuch von Kim Jong Un in Peking (Quelle: dpa/ Mark Schiefelbein)

Offenbar sucht Nordkorea vor den geplanten Gipfeltreffen mit Südkorea und den USA die Abstimmung mit seinem wichtigsten Verbündeten China. Aus diplomatischen Kreisen heißt es, dass ein ranghoher Vertreter Nordkoreas in Peking sei. Einer Nachrichtenagentur zufolge soll es sich um Staatschef Kim Jong-Un selbst handeln. Ob es sich jedoch wirklich um Kim handelt, wollte das chinesische Außenministerium noch nicht bestätigen.

Es wäre der erste bekannte Auslandsbesuch des nordkoreanischen Machthabers seit dessen Amtsübernahme 2011. Man beobachte die Ereignisse mit großem Interesse, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Präsidialamts. Laut US-Kreisen würden die zur Verfügung stehenden Informationen darauf hindeuteten, dass es sich bei dem Besucher tatsächlich um Kim handele. Bestätigt sei dies aber nicht.

Aus Chinas regierungsnahen Kreisen könnte es sich bei dem Besucher auch um Kims jüngere Schwester Kim Yo Jong handeln. Während der Olympischen Winterspiele in Südkorea war sie es, die den Boden für das geplante innerkoreanische Gipfeltreffen bereitete. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Newsis meldete unter Berufung auf Nordkoreas nahestehende Kreise in Peking, dass Kim Yong Nam, dem nominellen nordkoreanischen Staatsoberhaupt, Kims Schwester begleiten werde. Reporter beobachteten zudem, wie am Dienstagmorgen, den 27.03.18, ein Fahrzeugkonvoi das staatliche Gästehaus Diaoyutai in Peking verließ, wo oft ausländische Staatschefs absteigen.

Freitag, 23.02.18

Neuer US-Sicherheitsberater als mögliche Gefahr für das geplante Gipfeltreffen

Der außenpolitische Hardliner John Bolton wird neuer Nationaler Sicherheitsberater unter US-Präsident Donald Trump, wie dieser am Donnerstag, 22.02.18, über Twitter mitteilte. Der 65-jährige Bolton folgt dem Generalleutnant H.R. McMaster und wird damit bereits der dritte Mann auf diesem Posten in der gut ein Jahr dauernden Amtszeit Trumps.

Besonders mit Blick auf das geplante Gipfeltreffen zwischen Nordkorea und den USA gilt die neueste Personalentscheidung als umstritten. Der frühere UN-Botschafter Bolton steht für einen harten außenpolitischen Kurs. Bereits während der Amtszeit des US-Präsidenten George W. Bush hatte er sich für mögliche Präventivangriffe gegen Nordkorea ausgesprochen. Auch den neuesten diplomatischen Bemühungen begegnet er mit Geringschätzung und blickt mit größter Skepsis auf das geplante Gipfeltreffen des US-Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un. Es könnte ein "sehr kurzes" Gespräch werden, sagte Bolton kürzlich. Es wird befürchtet, dass er Trump in Vorbereitung auf das Treffen mit Nordkorea anraten könnte, dem nordkoreanischen Machthaber weniger mit Angeboten, als mit Drohungen gegenüberzutreten.

Donnerstag, 22.03.18

Japan schlägt Nordkorea Gipfel mit Kim Jong-Un vor

Angeblich hat Japan gegenüber Nordkorea den Wunsch nach einem Gipfeltreffen zwischen Regierungschef Shinzo Abe und Pjöngjangs Machthaber Kim Jong-Un geäußert. Unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtete das die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Japan erhofft sich davon Fortschritte in der Frage von Entführungen japanischer Landsleute nach Nordkorea in den 70er und 80er Jahren.

Jetzt, da sowohl die USA als auch Südkorea zur Lösung des Atomkonflikts in Kürze Kim treffen wollten, fürchte Japan, dass die Frage der Entführungen von Japanern in Vergessenheit geraten werde. Für Tokio ist das Thema der Entführungen mit das größte Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen mit Nordkorea. Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten.

UN-Experten prüfen weiterhin Verstöße gegen Nordkorea-Sanktionen

Für ein weiteres Jahr soll ein Expertengremium der Vereinten Nationen für mögliche Verstöße gegen internationale Sanktionen gegen Nordkorea überprüfen. Am Mittwoch, den 21.03.18, stimmte der Der UN-Sicherheitsrat einstimmig für die Verlängerung bis April 2019 und betonte, der Druck gegen Pjöngjang müsse aufrechterhalten werden. Zuletzt hatte der Rat im Dezember 2017 Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketentests verhängt.

Nordkorea exportierte dem jüngsten Bericht der UN-Experten zufolge im vergangenen Jahr Kohle und andere Rohstoffe im Wert von rund 200 Millionen Dollar (163 Mio Euro). Solche Exporte sind Nordkorea durch UN-Sanktionen untersagt.

Dienstag, 20.03,18

USA und Südkorea starten im April mit Militärmanöver

Trotz des geplanten Treffens von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un im April wollen die USA und Südkorea ihre gemeinsamen Militärübungen wieder aufnehmen. Das Manöver „Foal Eagle“ soll voraussichtlich am 1. April beginnen und „in einem ähnlichen Umfang“ stattfinden wie in den Vorjahren, jedoch nur einen Monat dauern. Vergangene Militärmanöver dauerten etwa acht Wochen. Grund für die Verkürzung seien vor allem die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Einer Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums zufolge sei das nordkoreanische Militär „über den Zeitplan sowie den defensiven Charakter der jährlichen Übungen“ informiert worden. Es gebe keinen Grund, dass Nordkorea die Übung als Bedrohung ansehe.

Montag, 19.03,18

Außenministertreffen Nordkorea-Schweden beendet

Die Außenminister Nordkoreas und Schwedens haben am Samstag ihre Gespräche beendet, die möglicherweise den Weg zu einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong- Un eröffnet haben.

Am Samstag, den 17.03.18, teilte das schwedische Außenministerium mit, dass sich die Beratungen auf die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel konzentriert hätten. Es sei über eine "friedliche Lösung des Konflikts gesprochen" worden. Schweden betonte dabei die Notwendigkeit, dass Nordkorea seine Atomwaffen abrüstet und sein Raketenprogramm beendet, wie es in mehreren UN-Resolutionen verlangt wird.

Weitere Themen seien zudem die humanitäre Lage in Nordkorea und die Sanktionen gegen Pjöngjang gewesen. Zu möglichen Fortschritten im Hinblick auf ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un äußerte sich Stockholm nicht.

Freitag, 16.03.18

Nordkoreanischer Außenminister zu Gesprächen in Schweden

Nordkoreanischer Aussenminister in Schweden

Der nordkoreanischer Außenminister Ri Yong ho und Margot Wallstrom, Außenministerin von Schweden, (Quelle: dpa)

Am Donnerstagabend, den 15.03.18, reiste der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho zu einem zweitägigen Treffen nach Schweden. Geplant sei ein Treffen mit Schwedens Politikerin Margot Wallstrom. Thema solle auch die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel sein, sagte ihr Sprecher. Die Anzeichen, dass Schweden das Gastgeberland für ein mögliches Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wird, verdichten sich.

Schweden hat sich bereits als Vermittler angeboten. Seit den 1970er Jahren unterhält das Land eine Botschaft in Pjöngjang und vertritt vor Ort auch die Interessen der USA. Stefan Lofven, Schwedens sozialdemokratischer Regierungschef, hatte am Donnerstag bekräftigt, dass sein Land bereit sei, Gespräche zwischen den USA und Nordkorea zu ermöglichen. Dem müssten aber zunächst die Hauptakteure Nordkorea, Südkorea, China, die USA und Japan zustimmen.

Dienstag, 13.03.18

Tokio sichert Seoul Zusammenarbeit im Nordkorea-Konflikt zu

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe will zur Lösung des Atomkonflikts auf der koreanischen Halbinsel mit Südkorea und dem gemeinsamen Verbündeten USA zusammenarbeiten. Bereits am Montag, 12.03.18, verkündete der japanische Außenminister, die positiven Entwicklungen glichen einem Wunder. Dennoch werde Japan weiterhin "maximalen Druck" ausüben bis Nordkorea konkrete Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung ergreife. Die USA gehen nach Regierungsangaben fest davon aus, dass es bis Mai zu einem Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kommt. Eine direkte Antwort Nordkoreas steht allerdings noch aus.

Im Rahmen des geplanten Gipfeltreffens fordern die Vereinten Nationen zusätzlich die Thematisierung der Menschenrechtssituation in dem kommunistischen Staat und nicht nur einen Austausch zur möglichen Denuklearisierung.

Montag, 12.03.18

Südkorea sucht Unterstützung von China und Russland für die geplanten Gipfeltreffen

Die Regierung in Seoul sucht Unterstützung von China und Russland für die geplanten Gipfeltreffen der Präsidenten Südkoreas und der USA mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Um mögliche Vereinbarungen zur Lösung des Konfliktes um das nordkoreanische Atomprogramm durchzusetzen, gilt die Zusammenarbeit der Länder in dieser Region als sehr wichtig. Am Montag, den 12.03.18, sandte Südkoreas Präsident Moon Jae In den nationalen Sicherheitsberater Chung Eui Yong zunächst nach Peking, wo ein Treffen mit Staatschef Xi Jinping geplant war.

Suh Hoon, Südkoreas Geheimdienstchef, solle unterdessen die Regierung in Tokio von den Gesprächen südkoreanischer Emissäre in Pjöngjang und Washington unterrichten. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe verlange zudem konkrete Schritte von Nordkorea hin zu nuklearer Abrüstung. Er begrüße jeglichen Dialog darüber, sagte Abe am Dienstag vor einem Treffen mit Südkoreas Geheimdienstchef Suh Hoon in Tokio.

China, Japan und Russland hatten neben Nordkorea, Südkorea und den USA an den mittlerweile seit Jahren eingefrorenen Sechs-Parteien-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm teilgenommen.

Samstag, 10.03.18

Trump stellt Bedingungen

Das Weiße Haus hat nach der Ankündigung eines Treffens zwischen US-Präsident Trump und Kim Jong Un nun Bedingungen gestellt. Nordkorea habe einen Stopp der Atom- und Raketentests versprochen und man warte auf konkrete Taten, die "zu den Worten und der Rhetorik Nordkoreas passen", sagte Sprecherin Sarah Sanders.

Freitag, 09.03.18

Historischer Meilenstein: Trump-Kim-Treffen

US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un sind zu einem gemeinsamen Treffen bereit. Kim habe seine Bereitschaft ausgedrückt, Präsident Trump so bald wie möglich zu treffen, teilte der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong mit. Es wäre das erste direkte Aufeinandertreffen der Staatschefs beider Länder. Nach Einschätzung des südkoreanischen Staatschefs Moon Jae In habe das gemeinsame Zusammenkommen gute Erfolgsaussichten.

USA/Nordkorea-Gipfel könnte Atomkonflikt beenden

Südkoreas Präsident Moon Jae In erwartet von dem angekündigten Gipfeltreffen zwischen Nordkorea und den USA den entscheidenden Anstoß, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen. US-Präsident Donald Trump sieht das gemeinsame Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un als „großen Fortschritt" in Hinblick auf die Bemühungen um ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms. Trump erklärte, Kim Jong Un habe mit den südkoreanischen Vertretern über Denuklearisierung gesprochen, nicht nur über ein Einfrieren des Atomprogramms. Zudem habe Kim sich zu einer atomaren Abrüstung bereiterklärt und zugesagt, alle Atom- und Raketentests vorerst zu stoppen.

Nach zahlreichen Drohungen und Beleidigungen der beiden Staatschefs ist dieses Treffen ein historischer Meilenstein, eine Kehrtwende in dem langandauernden Konflikt. Ort und Zeit des Treffens stehen nach US-Angaben noch nicht genau fest. Laut Trump solle es aber spätestens Ende Mai zu dem geplanten Treffen kommen, was er bereits am Donnerstag, den 08.03.18, auf Twitter verkündete. Von Nordkorea erwarte Washington konkrete Schritte zum Abbau seines Atomprogramms. Bis dahin würden die derzeitigen Sanktionen aufrechterhalten bleiben.


Donnerstag, 08.03.18

China fordert USA zum Dialog im Atomstreit mit Nordkorea auf

Im Atomkonflikt auf der koreanischen Halbinsel fordert China die Vereinigten Staaten dazu auf, den Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea zügig beizutreten. Dies solle schnellstmöglich geschehen, teilte der chinesische Außenminister Wang Yi mit. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe äußerte, dass sein Land den Druck auf Nordkorea aufrechterhalten werde.

Mit Blick auf die relative Ruhe im Atomstreit während der Olympischen Spiele in Südkorea sagte Wang, dass sich der Vorschlag der Volksrepublik als erfolgreich erwiesen hat. Damit Südkorea und die USA keine weiteren Manöver gemeinsam ausführen, habe China Nordkorea aufgefordert, im Gegenzug dafür einzustellen.

Durch die Gespräche soll sich vor allem die Situation auf der koreanischen Halbinsel verbessern. Es sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so Wang. Der südkoreanische Präsident Moon Jae In betonte jedoch, dass auf dem Weg zur atomaren Abrüstung und zum dauerhaften Frieden noch viele Hürden genommen werden müssten.

Mittwoch, 07.03.18

USA beschuldigt Nordkorea des Mordes an Kims Halbbruder

Nach der Mitteilung eines möglichen Gipfeltreffens macht die USA Nordkorea für den Mord an dem Halbbruder des Machthabers Kim Jong Un verantwortlich. Deshalb haben sie neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das Außenministerium teilte am Dienstag, den 06.03.18, in Washington mit, dass die US-Regierung es für erwiesen sehe, dass Kim Jong Nam von Nordkorea mit dem Nervengift VX im vergangenen Jahr in Malaysia getötet wurde. Angesichts der bereits verhängten Sanktionen im Atomstreit gelten die neuen Strafmaßnahmen allerdings weitgehend als symbolisch.

Nachdem Kim Jong Nam bei Nordkoreas Führung in Ungnade gefallen war, lebte er mit seiner Familie unter dem Schutz der chinesischen Regierung in Macau. Im Februar 2017 wurde er auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet. Daraufhin wurden zwei Frauen festgenommen, die sich im vergangenen Oktober als unschuldig erklärt hatten. Es wird vermutet, dass der nordkoreanische Geheimdienst hinter dem Anschlag steckt. Die Vorwürfe werden von der Führung Nordkoreas zurückgewiesen.

Reaktionen zum angekündigten Gipfeltreffen

Trotz der positiven Signale im Nordkorea-Konflikt warnt Südkoreas Präsident Moon Jae In vor zu großem Optimismus. Auch wenn er Hoffnung habe, dass Nordkorea und die USA Verhandlungen aufnehmen, seien sie dennoch ganz am Anfang, sagte Moon am Mittwoch, den 07.03.18, mit Blick auf das mögliche Gipfeltreffen zum Atomprogramm Nordkoreas. Die Verhandlungen seien nur im Schulterschluss mit den USA erfolgsversprechend.

Auch Japan reagierte zurückhaltend auf die jüngsten Annäherungen. Laut japanischen Medienberichten sagte ein Regierungssprecher in Tokio, dass Japan weiterhin mit anderen Ländern maximalen Druck auf Nordkorea ausübe. Japan erwarte 'konkrete Schritte' hin zur Beseitigung der Atomwaffen.

Der Außenamtssprecher Chinas, Geng Shuang, rief beide Länder auf die Chance zu nutzen und die Versöhnung und Kooperation weiter voranzutreiben.

Trotz der zuversichtlichen Reaktion von Präsident Donald Trump plant die USA nach den Paralympics in Südkorea die gemeinsamen Militärübungen mit Seoul wieder aufzunehmen. US-Regierungskreise verlauteten, dass das nächste Manöver für Mitte Mai vorgesehen sei.

Dienstag, 06.03.18

Gipfeltreffen und Hotline zwischen Süd- und Nordkorea vereinbart

Nach Angaben aus Seoul haben Nord- und Südkorea ein gemeinsames Gipfeltreffen Ende April vereinbart. Dies solle in der Grenzstadt Panmunjom stattfinden, teilte der südkoreanische Nationale Sicherheitsberater nach seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit. Nach Jahrzehnten wurde nun vereinbart, eine direkte Hotline zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten einzurichten.

Weiterhin teilte die südkoreanische Regierung nach Gesprächen in Nordkorea mit, dass Nordkorea bereit sei, seine Atom- und Raketentests für Gespräche mit den USA zu unterbrechen. Es gäbe keine Gründe für den Besitz von Nuklearwaffen, wenn es eine Sicherheitsgarantie bekomme würde. US-Präsident Trump begrüßte den Schritt über Twitter. Die Welt beobachte nun die weiteren Schritte. Gleichzeitig seien die USA bereit, mit Nachdruck in "jegliche Richtung" vorzustoßen.


Montag, 05.03.18

Südkoreanische Regierungsdelegation trifft Nordkoreas Machthaber

Kim Jong Un empfängt Südkoreaner

Kim Jong Un empfängt Südkoreaner (Quelle: ap)

Am Montag, den 05.03.18, traf sich eine südkoreanische Regierungsdelegation mit Staatschef Kim Jong Un in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Kim habe bei dem Treffen seinen Willen bekundet, "eine neue Geschichte der nationalen Wiedervereinigung zu schreiben", berichteten nordkoreanische Staatsmedien am Tag darauf. Das Abendessen mit Kim und den Gästen aus Südkorea fand demnach in einer "offenherzigen und ernsthaften Atmosphäre" statt. Der Machthaber habe zudem "wichtige Anweisungen" gegeben, "rasch praktische Schritte" für ein Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In einzuleiten. Details wurden nicht genannt.

Es war das erste Zusammentreffen von südkoreanischen Regierungsvertretern mit Kim. Vor allem sollten internationale Gespräche mit den USA über das Atom- und Raketenprogramm des Nordens in Gang gesetzt werden. Die Delegation wurde vom Sicherheitsberater des Präsidenten, Chung Eui Yong, und dem Chef des Geheimdienstes geführt. Laut Chung solle der nordkoreanischen Seite der Wunsch Moons vorgetragen werden, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen. Ein weiteres Treffen soll am Dienstag, den 06.03.18, mit nordkoreanischen Vertretern stattfinden. Sowohl von Seiten der USA als auch von Nordkorea bestehe die Bereitschaft zu Verhandlungen. Die Führung in Pjöngjang lehnte Vorbedingungen für Gespräche jedoch ab. US-Präsident Donald Trump hingegen verlangt eine nukleare Abrüstung des Nordens. Ranghohe Delegationen aus dem Norden besuchten Südkorea zu den Olympischen Spielen, und der nordkoreanische Machthaber Kim lud den südkoreanischen Präsidenten Moon zu einem Besuch ein.

Freitag, 02.03.18

Südkorea will Sondergesandten nach Nordkorea schicken

Südkoreas Präsident Moon Jae In will in nächster Zeit einen Sondergesandten nach Nordkorea schicken. Ziel des Treffens sei es, den Dialog zu vertiefen. Letztendlich sollen, laut dem Präsidialbüro in Seoul, Gespräche über eine atomare Abrüstung Pjöngjangs in Gang gesetzt werden. Am Vorabend habe Moon die Pläne dem US-Präsidenten Donald Trump in einem halbstündigen Telefonat erläutert.

Eine nordkoreanische Delegation bei den erst kürzlich beendeten Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hatte berichtet, Machthaber Kim Jong Un wolle ein Gipfeltreffen mit Moon stattfinden lassen. Zudem hieß es, Nordkorea wolle auch Gespräche mit den Vereinigten Staaten. Eine feste Zusage für ein Treffen gab es von Moon bisher nicht. Trump erklärte seinerseits, für Gespräche mit Pjöngjang müssten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Mittwoch, 28.02.18

UN: Nordkorea beteiligt an syrischer Chemiewaffen-Produktion

Nordkorea hat offenbar Güter für die Produktion von Chemiewaffen an das syrische Regime von Bashar al-Assad geschickt, teilten Experten der Vereinten Nationen mit. Sie überwachen die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, die solche Exporte verbieten. Aus ihrem 200 Seiten starken Bericht, der den "New York Times" und der Nachrichtenagentur AP vorliegt, geht hervor, dass das Land zwischen 2012 und 2017 mehr als 40 bisher nicht verzeichnete Ladungen nach Syrien bringen ließ.

Pjöngjang habe auch auf Raketentechnik spezialisierte Fachkräfte nach Syrien geschickt und verbotene ballistische Raketensysteme nach Myanmar überführt, so die UN. Nordkoreanische Raketentechniker seien in bekannten syrischen Anlagen für Chemiewaffen und Raketen gesichtet worden. "Das Letzte, was wir in Syrien brauchen, sind mehr Waffen und - Gott bewahre - mehr Chemiewaffen", sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag.

Syrien hatte seine Chemiewaffen auf internationalen Druck nach einem Angriff mit Saringas auf das Rebellengebiet Ost-Ghuta im August 2013 vernichtet. Ermittler der UN und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) machten die Regierung in Damaskus jedoch für einen weiteren verheerenden Angriff mit Saringas auf den Ort Chan Scheichun im April 2017 verantwortlich, welcher einen Vergeltungsschlag auf syrische Flugfelder durch die USA nach sich zog. Aktivisten werfen der syrischen Armee zudem mehrere Bombardierungen mit Chlorgas vor. Syriens Regierung weist stets alle Anschuldigungen von sich.

Sonntag, 25.02.18

Nordkorea und die USA

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sei nach südkoreanischen Angaben auch trotz der neuen Sanktionen durch die USA zu Gesprächen über den Atomkonflikt bereit. Bei einem Treffen vor der olympischen Abschlussfeier beteuerte der nordkoreanische General Kim Yong Chol, dass sein Land „ausreichende Absichten“ habe, mit den USA ins Gespräch zu kommen. Zudem habe er die Botschaft aus Nordkorea übermittelt, dass Machthaber Kim Jong Un bereit sei, die Annäherungspolitik mit dem Süden fortzusetzen und somit die Beziehungen der beiden Länder weiter zu verbessern.

Die amerikanische Regierung wolle eine „völlige, verifizierbare und unumkehrbare“ Denuklearisierung der nördlichen Halbinsel. „Wir werden sehen, ob Pjöngjangs heutige Botschaft, dass es zu Gesprächen bereit ist, ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Denuklearisierung ist“, hieß es aus Regierungskreisen. Kurz zuvor hatte Pjöngjang die neuen Sanktionen der Amerikaner noch scharf kritisiert. Das Außenministerium erklärte, dass jede Art von „Blockade“ als „kriegerische Handlung“ betrachtet werde. Die USA „laufen Amok, um eine neue dunkle Wolke der Konfrontation und des Krieges über die koreanische Halbinsel zu schicken“. Nordkorea besitze Atomwaffen, um mit der Bedrohung durch die USA umzugehen.

Die Sanktionen, die Trump am Freitag verhängte, seien seiner eigenen Aussage nach die „heftigsten“, die jemals verfügt worden seien. „Phase zwei wird eine sehr raue Angelegenheit werden. Das könnte sehr, sehr bedauerlich für die Welt sein“, so Trump. Genauer erläuterte er dies jedoch nicht. China protestiert zudem scharf gegen Sanktionen, die sich auch gegen chinesische Firmen richten, welche in Nordkorea aktiv sind. Pekings Außenminister stellte die weitere Kooperation Chinas mit den USA in Frage.

Donnerstag, 22.02.18

Nordkorea schickt Delegation zu Abschlussfeier der Olympischen Spiele

Nach dem kurzfristig abgesagtem Treffen mit der Schwester von Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un soll nun zur Abschlussfeier der olympischen Spiele eine hochrangige Delegation Nordkoreas entsendet werden. Laut dem südkoreanischen Wiedervereinigungsamt gehe sie drei Tage und solle vom Vize-Vorsitzenden des Zentralkommittees der Partei, Kim Yong Chol, geführt werden. Geplant sei zusätzlich ein Treffen mit Moon Jae In, dem Präsidenten von Südkorea. Dass Kim Young Chol einreisen dürfe, diene dem Geist der Olympischen Spiele. Denn er steht auf einer Sanktionsliste der USA und Südkoreas. Auch Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten Trump, will zeitgleich mit den Nordkoreanern in Südkorea anreisen. Treffen wolle sie die nordkoreanischen Regierungsvertreter jedoch nicht. Stattdessen sei ein gemeinsames Abendessen mit Moon geplant.

Mittwoch, 21.02.18

Pence wollte Treffen mit Nordkorea

Während seines Besuchs bei den olympischen Winterspielen wollte sich US-Vizepräsident Mike Pence mit Vertretern Nordkoreas treffen. Ein Gespräch sei jedoch nicht zustande gekommen, da Pjöngjang den Termin kurzfristig abgesagt hat. Pence habe sich bei dieser Gelegenheit auch über die Bedenken der USA über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas äußern wollen. Das Treffen war laut der US-Regierung für den 10. Februar geplant gewesen, dem letzten Tag von Pence Aufenthalt bei Olympia.

Montag, 19.02.18

Eishockey-Weltverband will Koreas Frauenteam weiterspielen lassen

Nord-und Südkoreas Eishockeyspielerinnen haben sich verabschiedet. Das Team hatte bei Olympia zwar wenig Erfolg, wurde von den Koreanischen Fans aber dennoch gefeiert. Die beiden Länder sollen mit ihrem gemeinsamen Frauen-Team auch nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang weiter antreten. Eishockey-Weltverbandschef René Fasel möchte als Botschaft des Friedens an dem gemeinsamen Team festhalten. Er sprach sich daher für einen erneuten gemeinsamen Auftritt bei den nächsten Winterspielen 2022 in Peking aus. Anders als bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Pyeongchang, bei denen Südkorea als Gastgeber ein Startrecht hatte, müsste sich das vereinte koreanische Team allerdings für die nächsten Winterspiele noch qualifizieren. Auch wenn die Internationale Eishockey-Föderation den Teilnehmerkreis in Peking auf zehn Teams erhöhen möchte, gilt eine sportliche Qualifikation Koreas als praktisch ausgeschlossen.

Samstag, 17.02.18

Auch der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Herbert Raymond McMaster, hat auf der 54. Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, in der er Nordkorea, Syrien und den Iran als "Schurkenstaaten" angeprangert. "Wir wissen, dass Syrien und Nordkorea nicht die einzigen Schurkenstaaten sind, die gefährliche Waffen entwickeln und einsetzen", sagte McMaster mit Blick auf Nordkoreas Atomprogramm und den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien.

Südkoreas Präsident: Zeit nicht reif für Gipfel mit Kim Jong Un

Seitdem die jüngere Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un im Rahmen der Olympischen Spiele dem südkoreanischen Staatsoberhaupt eine schriftliche Einladung zu einem gemeinsamen Gipfel-Treffen in Form eines Briefes übergeben hatte, war die Hoffnung groß, es könne sich um ein Zeichen der Entspannung zwischen den verfeindeten Staaten handeln. Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In hatte den gemeinsamen Auftritt von Nord- und Südkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang als "sehr bewegend" bezeichnet. Den Organisatoren der Spiele sei es gelungen, aus den Winterspielen "Friedensspiele" zu machen. Dennoch sei es zu früh, die Einladung Nordkoreas zu einem Treffen anzunehmen. Er warte zunächst auf ein Gespräch zwischen den USA und Nordkorea über die Denuklearisierung des Nordens.

Freitag, 16.02.18

In einer Rede warnt NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bei der 54. Münchner Sicherheitskonferenz vor der großen Gefahr des nordkoreanischen Nuklearprogramms: "Meine Botschaft heute ist, es ist unsere gemeinsame Verantwortung, uns von diesem Abgrund wieder wegzulenken und den Konflikt zu verhindern." Mit Blick auf die von Nordkorea ausgehende nukleare Bedrohung für die Nato-Bündnispartner sagt Stoltenberg: "[...] insgesamt wird die Rolle der Nuklear-Waffen in der Militär-Strategie gestärkt - Das ist für uns zutiefst Besorgnis erregend." Gleichzeitig mit Russland entwickle auch Nordkorea seine Atomwaffen und dies stelle eine Bedrohung für alle dar. "Pjöngjang ist näher an München als an Washington", so der NATO-Generalsekretär und ruft damit dazu auf, mehr Druck auf Nordkorea ausüben zu müssen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres appellierte in seiner Rede bei der 54. Münchner Sicherheitskonferenz an die internationale Staatengemeinschaft, im Kampf gegen gefährliche Krisen und globale Probleme zusammenzustehen. "Herausforderungen für die Menschheit" könne man nur gemeinsam lösen, so Guterres. Er forderte einen gemeinsamen Kampf gegen Klimawandel und Terrorismus und noch stärkere Anstrengungen, um Konflikte wie im Nahen Osten, im Jemen oder auf der koreanischen Halbinsel zu lösen.


Donnerstag, 15.02.18

USA und Japan wollen Druck aufrechterhalten

Bei einem Telefongespräch zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe einigten sich die beiden Regierungschefs darauf, den Druck auf das nordkoreanische Regime trotz des derzeitigen Tauwetters in den Beziehungen aufrechtzuerhalten. "Dialog um des Dialog willens wäre bedeutungslos", sagte Abe nach dem Gespräch. Ziel müsse es weiterhin sein, Nordkorea zu einer nuklearen Abrüstung zu bewegen. Zuvor hatte bereits US-Vizepräsident Mike Pence eine Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert. "Die Politik des maximalen Drucks bleibt also bestehen und wird noch verstärkt. Aber wenn man reden will, werden wir reden", sagte Pence in einem Interview mit der "Washington Post". Die USA hatten bisher zuerst Zugeständnisse von Nordkorea gefordert, bevor Gespräche begonnen wurden.

Im Rahmen der jüngsten Annäherung zu den Olympischen Spielen in Südkorea sind jetzt neue Dialog-Kanäle geöffnet. In Tokio und Washington ist man dennoch besorgt, dass Seoul aus der gemeinsamen Nordkorea-Politik und der engen Abstimmung ausschert. Am Samstag hatte die Schwester des nordkoreanischen Diktators, Kim Yo Jong, dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In eine Einladung zu einem Treffen der beiden Staatsoberhäupter überreicht. Die USA geben indes zu bedenken, worauf Kim Jong Un nach Einschätzung des US-Pazifikkommandos auf lange Sicht abziele: eine Wiedervereinigung der Halbinsel unter "einem einzigen kommunistischen System", wie Admiral Harry Harris am Mittwoch, den 14.02.18 im Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses berichtete.

Dienstag, 13.02.18

Koreanisches Eishockeyteam vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis

Die Amerikanerin und Vorsitzende der IOC- Athletenkommission, Angela Ruggiero, schlug das gemeinschaftlich koreanische Eishockeyteam für den Friedensnobelpreis vor. Für diese Idee bekam die viermalige Eishockey-Weltmeisterin nach eigenen Angaben viel positive Resonanz. „Ich freue mich, dass die Idee so gut angekommen ist und dass der Dialog über das Thema jetzt in Gang gekommen ist“, so Ruggiero. „Ich weiß nicht, ob es unbedingt der Friedensnobelpreis sein muss, alle Beteiligten sollten aber eine Anerkennung dafür bekommen.“ Zwölf der Spielerinnen des gemeinsamen Eishockeyteams stammen aus Nordkorea.

Kim Jong Un zufrieden mit Olympia-Empfang in Südkorea

Laut staatlichen Nordkoreanischen Medien ist der Machthaber Kim Jong Un zufrieden mit dem Empfang seiner Delegation bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Er dankte Südkorea für seine ernsten Bemühungen und betonte zudem, wie wichtig die weitere Aussöhnung sei. Das „warme Klima von Aussöhnung und Dialog“ müsse auch weiterhin gefördert werden, so Kim. Die von Nordkorea gesandte Delegation bestand aus hochrangigen Personen. Mit Kim Yo Jong reiste das erste Mitglied der Kim-Familie, welche bereits seit drei Generationen herrscht, in den Süden der Halbinsel. Dies gilt als Geste des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kritiker sehen darin jedoch auch den Versuch die Olympia-Zusammenarbeit zu Propagandazwecken zu nutzen.

Samstag, 10.02.18

Annäherung: Kim Jong Un will den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In treffen

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In treffen. Er habe Moon eingeladen, "so bald wie möglich" nach Pjöngjang zu reisen, teilte der Präsidentenpalast in Seoul mit. Moon hatte Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Präsidenten, und Nordkoreas protokollarisches Staatsoberhaupt Kim Yong Nam zuvor in Seoul empfangen. Der südkoreanische Präsident singnalisierte Bereitschaft, die Einladung zu einem ersten Gipfeltreffen der beiden verfeindeten koreanischen Staaten seit mehr als zehn Jahren anzunehmen, so das Präsidialamt in Seoul. Die Einladung zu diesem fast schon historischen Treffen hatte Kim Yo Jong am Rande eines Treffens in Moons Amtssitz überbracht. Anlässlich der Olympischen Winterspiel ist sie zu Besuch in Südkorea.

Donnerstag, 08.02.18

Steinmeier erinnert an deutsche Wiedervereinigung

Bei seinem Besuch in Südkorea würdigte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verdienste des früheren Kanzlers Willy Brandt für die Wiedervereinigung Deutschlands. „Bei jedem Besuch in Korea werden wir Deutsche daran erinnert, welches Glück uns mit der Wiedervereinigung zuteil wurde“, so Steinmeier am Donnerstag in Seoul. «Wir Deutschen wissen, was es heißt, in einem geteilten Land zu leben.» Er schenkte zudem dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In ein Porträt von Willy Brandt. Dieser habe „mit seiner mutigen Ostpolitik den Weg zur deutschen Wiedervereinigung gebahnt“, sagte der Bundespräsident. Der Dialog mit Nordkorea müsste geführt werden, davon sei Deutschland überzeugt. „Er kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn der notwendige politische Druck aufrechterhalten bleibt.“

Mittwoch, 07.02.18

Kim Jong Uns Schwester kommt zu Winterspielen

Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un wird zur olympischen Delegation des Landes gehören, wie das südkoreanische Verteidungsministerium berichtet. Die 30-jährige Kim Yo Jong ist Vizedirektorin der Propagandaabteilung der Arbeiterpartei und damit hohe Funktionärin im diktatorisch regierten Nordkorea. Sie reist voraussichtlich am Freitag zur offiziellen Eröffnungsfeier ins südkoreanische Pyeongchang. Es wäre das erste Mal, dass ein Mitglied der Herrscherfamilie das Nachbarland besucht.

Beide Koreas haben sich im Rahmen der bevorstehenden Winterspiele wieder angenähert, nachdem sich das Verhältnis zuletzt dramatisch verschlechtert hatte. Südkoreas Präsident Moon Jae-in steht für die "Sonnenscheinpolitik" gegenüber dem Norden, die auf Zusammenarbeit und Deeskalation abzielt. Die USA als der engste Verbündete Südkoreas fuhren allerdings im ersten Amtsjahr von Präsident Trump einen Kurs der Konfrontation und Abschreckung.

Dienstag, 06.02.18

Uneinigkeit über Gespräche zwischen USA und Nordkorea

Im Rahmen der Olympischen Winterspiele distanziert sich die USA von einem direkten Gespräch mit Nordkorea. Zwar betonte US-Vizepräsident Mike Pence noch am Dienstagmorgen, dass ein Treffen mit Vertretern der nordkoreanischen Regierung prinzipiell nicht ausgeschlossen werde. Bereits am Abend revidiert Nauert Heather diese Aussage jedoch. Laut dem Sprecher des Außenministeriums seien Gespräche mit dem kommunistisch geführten Staat erst nach einer Atomwaffenabrüstung sinnvoll. Nur so sei die klare Botschaft zu senden, dass Nordkorea von seinem kriegerischen Atomprogramm Abstand nehmen muss. Pence‘ Asienreise habe das Ziel, trotz der Olympischen Winterspiele in Südkorea, auf die Bedrohung durch nordkoreanische Nuklearwaffen und Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Systems aufmerksam zu machen.

Steinmeier: Weiterhin nukleare Bedrohung durch Nordkorea

Bei seinem Besuch in Tokio betonte Frank-Walter Steinmeier weiterhin die nukleare Gefahr. die von Nordkorea ausgeht. In einem Treffen mit dem japanischen Premier Shinzo Abe sind sich die Verbündeten einig, dass Sanktionen gegen Nordkorea weiterhin aufrecht gehalten werden müssen. Nur unter diesen Voraussetzungen könne ein anhaltender Dialog bestehen bleiben und zielführend sein. Der Bundespräsident bekräftigt, dass die ganze Weltgemeinschaft in dieser Frage Geschlossenheit zeigen muss.

Montag, 05.02.18

Der Süden wirft dem Norden Diebstahl vor

2017 seien bei Hackerangriffen Internetdevisen im Wert von mehreren Milliarden Won gestohlen worden, wofür der Süden nun Nordkorea verantwortlich macht. Umgerechnet entspricht die Kryptowährung einem Wert von mehreren Hunderttausend Euro. "Nordkorea hat E-Mails geschickt, mit denen Handelsplätze für Kryptowährungen sowie Kundendaten gehackt werden konnten." Aktuell gehen die Geheimdienste Südkoreas noch davon aus, dass die Angriffe andauern. Welche Börsen betroffen sein sollten ließ Kim Byung-Kee vom Geheimdienstausschuss des südkoreanischen Parlamentsoffen offen. Bisher gab es noch Hoffnung auf politische Gespräche, da Kim Yong Nam als erstes protokollarisches Staatsoberhaupt des Nordens in den Süden reisen wird. Wie sich die Situation durch die akuten Vorwürfe des Südens verändern wird bleibt bislang unklar.

Donnerstag, 25.01.18

Aufruf zur Wiedervereinigung

Alle Nordkoreaner im In- und Ausland wurden aufgefordert, sich um die Wiedervereinigung Koreas zu bemühen. Sie sollten "Kontakte, Reisen und die Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea fördern", so der von staatlichen Medien verbreitete Aufruf. Jegliche Widerstände gegen eine Vereinigung würde der Norden "zerschmettern". Diese Erklärung soll Machthaber Kim Jong Un bei seinen Bemühungen zur Wiedervereinigung Koreas unterstützen.

Eishockeyspielerinnen aus Nordkorea kommen im Süden an

Am Donnerstag sind die zwölf nordkoreanischen Eishockeyspielerinnen in Südkorea angekommen. Die beiden Staaten wollen mit einem vereinten Eishockey-Team bei Olympia in Pyeongchang antreten. Die Damen begrüßten ihre neuen Teamkolleginnen aus dem Süden bei der Ankunft im Trainingszentrum mit Blumensträußen. "Ich bin froh, dass der Norden und der Süden zusammengekommen sind, um den Wettkampf zu bestreiten", sagte Nordkoreas Trainer Pak Chol Ho. "Ich denke, dass wird ein Moment voller großer Gefühle für die koreanischen Menschen, aber auch für Menschen anderer Länder", so der IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch.

Vor allem in Südkorea traf die Entscheidung jedoch auch auf viele Kritiker. Laut der Korea Times gab es sogar eine Online-Petition mit rund 40.000 Unterstützern, die forderten den Beschluss wieder rückgängig zu machen. Unmut herrschte selbst innerhalb der südkoreanischen Eishockey-Frauenmannschaft. Anfangs sei sie "geschockt" gewesen, sagte die kanadische Nationalspielerin aus der südkoreanischen Auswahl. Auch wenn die Idee selbst ihr gut gefallen habe, sei es etwas vollkommen anderes, jetzt so kurz vor Olympia Spielerinnen aufnehmen zu müssen, als hätte man mit der Planung und dem gemeinsamen Training bereits vor zwei oder drei Jahren begonnen. Obwohl der Süden dem Norden rein sportlich mittlerweile voraus ist, müssen mindestens drei der zwölf Nordkoreanerinnen auch tatsächlich mitspielen.

Montag, 22.01.18

Sanktionen gegen Nordkorea erweitert

Die EU-Außenminister beschlossen am Montag, den 22.01.18, die Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines Atom- und Raketenprogramms auszuweiten. 17 weitere Verantwortliche werden nun mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt. Ihnen werden demnach "illegale Handelsaktivitäten" und anderweitige Handlungen zur Umgehung bestehender UN-Sanktionen vorgeworfen. Unter anderem wurden Leiter und Vertreter nordkoreanischer Firmen auf die Liste gesetzt. Darunter finden sich auch Angehörige von Auslandsfilialen in Angola, Ägypten oder Malaysia. Damit stehen insgesamt 58 Einzelpersonen und zehn Unternehmen auf der EU-Sanktionsliste, die die UN-Sanktionen ergänzt.

Mittwoch, 17.01.18

Gemeinsame Olympia-Delegation

Nord- und Südkorea haben am Mittwoch beschlossen, eine gemeinsame Frauen-Eishockeymannschaft zu den Olympischen Spielen zu entsenden. Zur Eröffnungszeremonie in Pyeonchang am 9. Februar sollen die Sportler beider Länder zudem in einer gemeinsamen Delegation einlaufen, gab das südkoreanische Ministerium für Wiedervereinigung bekannt. Nordkorea will eine Delegation aus insgesamt 550 Mitgliedern in den Süden schicken, darunter 230 Cheerleader, 140 Künstler und 30 Sportler für eine Taekuando-Vorstellung. Am 25. Januar sollen sie in Südkorea eintreffen, fünf Tage vorher, am 20.01.18, will das Olympische Komitee (IOC) über die Pläne der beiden koreanischen Staaten für die Winterspiele entscheiden. Darüber hinaus hat Nordkorea angeboten, auch zu den Paralympischen Spielen im März eine Delegation von Sportlern und Funktionären zu senden.

Dienstag, 16.01.18

Nordkorea-Treffen westlicher Außenminister

Bei einem gemeinsamen Treffen im kanadischen Vancouver beraten Außenminister aus 20 Staaten über die weitere Agenda im Nordkorea-Konflikt. Auf dem zweitägigen Gipfel soll dabei unter anderem über diplomatische Wege, die nukleare Abrüstung sowie mögliche weitere Sanktionen gesprochen werden.

US-Außenminister Rex Tillerson zufolge herrsche unter den teilnehmenden Ländern Einigkeit darüber, dass eine "komplette, nachweisbare und unumkehrbare Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel das oberste Ziel sei. Vor allem von den wichtigsten Handelspartnern Nordkoreas, China und Russland, erwarte Tillerson, dass bestehende Sanktionen umgesetzt werden. Allerdings waren beide Nationen nicht zu dem von den USA und Kanada organisierten Treffen eingeladen.

Fehlalarm auch in Japan

Nachdem es am vergangenen Samstag bereits auf Hawaii zu einem Raketenfehlalarm gekommen war, ereignete sich ein ähnlicher Zwischenfall am Dienstagabend (Ortszeit) in Japan. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NHK berichtete in einer Eilmeldung fälschlicherweise über eine Rakete, die von Nordkorea aus Richtung Japan abgefeuert worden sei und forderte die Bevölkerung auf, in Gebäuden und Kellern Schutz zu suchen. Nach rund zehn Minuten wurde die Meldung zurückgezogen, der Sender entschuldigte sich in einem Statement bei seinen Nutzern. Anders als in Hawaii seien Panikreaktionen in der Bevölkerung jedoch ausgeblieben.


Samstag, 13.01.18

Raketenfehlalarm auf Hawaii

Auf Hawaii kam es am Samstagmorgen zu einem Raketenfehlalarm. Dieser konnte von den Bewohnern des US-Staates als Push-Nachricht auf ihren Smartphones empfangen werden. Die Katastrophenschutzbehörde EMA verkündete daraufhin auf dem Kurznachrichten-Dienst Twitter, dass es sich um einen Irrtum handele. Der Leiter der Notfallbehörde, Vern Miyagim, klärte die Situation auf und sagte, der Fehler sei passiert, als jemand einen falschen Knopf gedrückt habe. Der Raketenfehlalarm sorgte vor allem deswegen für landesweite Panik, da die Angst vor einem möglichen nordkoreanischen Angriff angesichts der derzeitigen Spannung in der amerikanisch-nordkoreanischen Beziehung groß ist.


Mittwoch, 10.01.18

Moon Jae In offen für Gespräche

Moon Jae In

Südkoreas Präsident Moon Jae In hält die Eröffnungsrede bei der 132. IOC-Versammlung. (Quelle: DPA/Jae C. Hong)

Am Tag nach den Gesprächen zwischen Vertretern Nord- und Südkoreas zeigt sich Südkoreas Präsident Moon Jae In offen für ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Bedingung dafür sei, dass ein Ergebnis garantiert werde. Ziel sei die Beseitigung der nordkoreanischen Atomwaffen. Die Regierung lehnt dies jedoch ab und verweist darauf, dass die Waffen nur auf die USA und nicht auf Südkorea, China oder Russland gerichtet seien.

Die nordkoreanische Zeitung "Rodong SinmuN", die das zentrale Medium der herrschenden Partei der Arbeit ist, schrieb, die Zusammenarbeit könne zum gegenseitigen Nutzen ausgebaut werden, wenn externe Kräfte herausgehalten würden. Moon Jae In räumte unterdessen die Befürchtungen der USA aus, Nordkorea könne einen Keil zwischen die Verbündeten treiben. Er machte deutlich, dass es keine Differenzen mit den USA gibt und hob zugleich hervor, dass die jüngsten Annäherungen auf die Politik von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen seien.

Dienstag, 09.01.18

Friedensgipfel: Nordkorea will hochrangige Delegation zu Olympia schicken

Nordkorea plant, eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea zu entsenden. Dieser werden offizielle Regierungsvertreter, Sportler und Journalisten angehören. Das gab der südkoreanische Vizeminister für Wiedervereinigung, Chun Hae Sung, am 09.01.18 auf einem gemeinsamen Friedensgipfel mit Vertretern Nordkoreas bekannt. Seoul habe zudem vorgeschlagen, dass beide Länder gemeinsam bei der Eröffnungs- und Abschlusszeremonie einlaufen.

Südkorea wolle außerdem eine Wiedervereinigung von Familien in den beiden Ländern erreichen, so Chun. Beide Länder hatten nach mehr als zwei Jahren erstmals wieder Gespräche aufgenommen. Die Diplomaten trafen sich im Grenzort Panmunjom. Der nordkoreanische Gesandte Ri Son Gwon denke, Nordkorea sollte sich an den Gesprächen in einer ernsthaften und aufrichtigen Weise beteiligen. Es solle ein Geschenk für die Koreaner zum neuen Jahr geben: wertvolle Verhandlungsergebnisse. Der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon erklärte, er hoffe ebenfalls, dass beide Seiten mit einem "guten Geschenk" aufwarten und damit den Wunsch der Koreaner nach festeren Beziehungen erfüllen könnten. Er wünsche sich Willen und Geduld für die Verhandlungen, so Cho.

Sonntag, 07.01.18

Trump zeigt sich zu Gespräch mit Nordkoreas Machthaber bereit

US-Präsident Donald Trump hat sich zu direkten Kontakten mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bereit erklärt, bleibt aber bei seiner harten Haltung im Atomstreit mit dem Land. "Sicher, ich glaube immer an Gespräche", sagte Trump am Samstag auf die Frage, ob er sich ein Telefonat mit Kim vorstellen könne. "Absolut, ich würde das machen", fügte er vor Journalisten im Wochenendsitz Camp David hinzu. Süd- und Nordkorea tauschten unterdessen am Sonntag, den 07.01.18, die Listen mit den Delegationen für die anstehenden ersten Gespräche beider Länder seit zwei Jahren aus.

Zu den innerkoreanischen Gesprächen am Dienstag will Nordkorea eine fünfköpfige Delegation unter Leitung des Vorsitzenden des Komitees für die Friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes, Ri Son Gwon, entsenden. Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Das staatliche Komitee ist in Nordkorea für innerkoreanische Angelegenheiten zuständig. Ri gilt als erfahrener Unterhändler, der sein Land schon bei früheren bilateralen Treffen vertreten hatte. Er befürworte die innerkoreanischen Gespräche zu "100 Prozent", sagte Trump. Er hoffe, dass sie etwas bringen, und würde es auch begrüßen, wenn sie über das Thema Olympia hinausgingen.


Mittwoch, 03.01.18

Nordkorea öffnet Kommunikationskanal mit dem Süden

Nach fast zweijähriger Unterbrechung hat Nordkorea einen Kommunikationskanal mit dem Süden wiedereröffnet. Staatschef Kim Jong Un ordnete an, die Telefonleitung im Grenzort Panmunjom am Mittwochnachmittag (07.30 Uhr MEZ) wieder freizuschalten. Nordkorea hatte die Verbindung im Februar 2016 als Vergeltung für die Schließung eines gemeinsamen Industriegebietes gekappt. Die Regierung in Seoul teilte mit, sie habe einen Anruf erhalten. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA erklärte der nordkoreanische Vertreter Ri Son Gwon, man sei bei der Kommunikation mit dem Süden ehrlich und aufrichtig.

China begrüßt Annäherungsversuche

Griechen übergeben Olympisches Feuer an Südkorea

Das olympische Feuer wird für die Winterspiele 2018 an Südkorea übergeben (Quelle: dpa/Eurokinissi)

China zeigte sich ob des nordkoreanischen Angebots, die Olympischen Winterspiele in Südkorea als Gelegenheit zu nutzen, Gespräche zu führen, erfreut. Die Republik hoffe, dass sich Pjöngjang und Seoul dabei "auf halbem Weg entgegenkommen", erklärte der chinesische Außenministeriumssprecher Geng Shuang. "Alle beteiligten Seiten" sollten die "positive Wende der Ereignisse" nutzen. Der Sprecher äußerte sich auch zum bizzaren Größenvergleich der Atomknöpfe von Trump und Kim. Er forderte beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

USA wittern hinterhältige Motive

Die USA, die fast 30.000 Soldaten in Südkorea stationiert haben, äußerten sich über die Gespräche zurückhaltend. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, Nordkorea wolle möglicherweise einen Keil zwischen die Verbündeten treiben.

Dienstag, 02.01.18

Trump: "Meiner ist größer!"

Als Antwort auf die Neujahrsansprache von Kim Jong Un erwiderte US-Präsident Trump auf Twitter, sein Knopf sei "viel größer und mächtiger" und funktioniere. Die beiden Staatschefs hatten sich in den vergangenen Monaten mit Drohungen überboten und damit die Angst vor einem Krieg geschürt.


Montag, 01.01.18

Neujahrsansprache von Kim Jong Un: "Auf meinem Schreibtisch ist immer ein Atomknopf"

Neujahrsansprache Kim Jong Un

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält seine Neujahrsansprache 2018 (Quelle: AP)

In seiner Neujahrsansprache erklärte der nordkoreanische Staatschef Kim Jon Un mit Blick auf die USA: "Auf meinem Schreibtisch ist immer ein Atomknopf. Das ist keine Drohung, sondern die Realität." Nordkorea hat angekündigt, massenhaft Atomsprengköpfe zu bauen. Die Waffen seien eine Reaktion auf das aggressive Verhalten aus Washington. Unklar ist, wie weit das nordkoreanische Atomprogramm tatsächlich fortgeschritten ist. Experten halten es für möglich, dass die Raketen die USA erreichen könnten. Unklar sei aber, ob ein Atomsprengkopf den Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen würde.

Gesprächsbereitschaft mit Südkorea

Während sich das Verhältnis zwischen Nordkorea und den USA unter Präsident Trump zusehends verschlechtert, hat Kim Jong Un sich in seiner Ansprache offen für Gespräche mit dem Nachbarland Südkorea gezeigt. Er erwägt nach eigenen Worten auch, eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen im Februar 2018 ins südkoreanischen Pyeongchang zu schicken.

Donnerstag, 28.12.17

Trump: Nordkorea bezieht Öl von China

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag, den 28.12.17, China vorgeworfen, gegen UN-Sanktionen zu verstoßen. Die Volksrepublik soll entgegen der Sanktionen Öl an Nordkorea geliefert haben. Einen Beweis dafür lieferte er aber nicht. Mit seinem Vorwurf scheint sich der Republikaner auf den Bericht einer südkoreanischen Zeitung zu beziehen, wonach chinesische Schiffe auf hoher See Öl an nordkoreanische Frachter verkauft haben sollen. Die Zeitung "Chosun Ilbo" hatte am Dienstag berichtet, es habe seit Oktober rund 30 solcher Vorfälle gegeben. Die Zeitung nannte südkoreanische Regierungskreise als ihre Quelle.

China dementiert Vorwürfe

Das chinesische Außenministerium dementierte die Vorwürfe am Freitag, den 29.12.17. Wenn es entgegen seines Wissens Verstöße gebe, werde China diese untersuchen und dem Gesetz entsprechend ahnden. Ein Schiff aus Hongkong wurde bereits von südkoreanischen Behörden gestoppt und inspiziert.


Donnerstag, 30.11.17

19. Raketentest in Nordkorea

US-Präsident Donald Trump (m.), der amerikanische Außenminister Rex Tillerson (l.) und die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley (r.) am 29.01.2018. (Quelle: AP/Andrew Harnik)

Nordkorea hat zum 19. mal einen Test mit einer Interkontinentalrakete durchgeführt. Als Reaktion forderten die USA ihre Verbündeten zum Handeln auf: Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley hielt unter anderem Deutschland dazu an, seine diplomatischen Vertreter aus der Hauptstadt Pjöngjang abzuziehen. Diese Aufforderung stieß in Deutschland auf Kritik. Der Unions-Außenpolitiker Jürgen Hardt sagte, es sei gut, "dass Europa und damit der Westen mit der deutschen Botschaft einen Anker in Pjöngjang" habe.

Dennoch kündigte Außenminister Sigmar Gabriel nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Kollegen Rex Tillerson an, einen weiteren Diplomaten aus Nordkorea abzuziehen. Auch andere EU-Staaten mit diplomatischen Vertretungen wollen ihr Personal reduzieren. Aus dem chinesischen Außenministerium heißt es, man tue bereits alles im Rahmen bestehender UN-Sanktionen. China hatte im Oktober seine Öllieferungen an das Regime in Pjöngjang beschränkt, aber nicht eingestellt. Das Land ist der letzte Verbündete Nordkoreas, der Einfluss in Peking schwindet jedoch.

Mit Material von AP, Reuters, dpa, AFP und tagesschau.de

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