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CSU-Personaldebatte

Markus Söder möglicher Nachfolger für Ministerpräsident Seehofer

Nach langen Diskussionen hat sich die CSU-Landtagsfraktion hat einstimmig entschieden: Bayerns Finanzminister Markus Söder soll für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren. Horst Seehofer bleibt zunächst Parteivorsitzender der CSU.

Die interne Personaldebatte in der CSU hat dazu geführt, dass die Partei gespalten ist. Seit einiger Zeit war die Rede davon, dass Horst Seehofer sowohl sein Amt als Ministerpräsident von Bayern, als auch den Parteivorsitz der CSU abgibt. Als Nachfolger für das Amt des Ministerpräsidenten wurden der bayerische Finanzminister Markus Söder und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann gehandelt.

Am Sonntag, den 03.12.17, trafen sich zu einer Besprechung der Lage die Bezirkschefs mit Horst Seehofer, Markus Söder, Joachim Herrmann und Ilse Aigner in der Münchner Landesleitung. Es folgten Gespräche und ein Treffen mit dem Parteivorsitzenden und seinen Parteivizes, unter anderem Manfred Weber und Barbara Stamm.

Söder kandidiert als bayerischer Ministerpräsident

Joachim Herrmann verzichtete bei einer Sondersitzung der CSU-Landtagsfraktion am Montag, den 04.12.17, auf seine Kandidatur als Ministerpräsident. Stattdessen wurde Markus Söder als neuer Spitzenkandidat für Landtagswahl 2018 in Bayern einstimmig gewählt. Als innerparteilicher Konsens, so wird vermutet, bleibt Seehofer zunächst Parteivorsitzender der CSU.

Seehofer ruft zur Geschlossenheit der Partei auf

Bereits im Vorfeld der jüngsten Ereignisen hatte Horst Seehofer zur Geschlossenheit der Partei aufgerufen: "Der ganz überragende Wunsch in der Partei ist, dass wir im Konsens, gemeinsam die riesigen Aufgaben anpacken, um die es geht", sagte er am Sonntag, den 03.12.17, vor den wohl entscheidenden Beratungen der engeren Parteiführung in München. "Jetzt versuchen wir so schnell wie möglich, wieder zu der legendären Gemeinsamkeit und Geschlossenheit zu kommen, die die CSU über Jahrzehnte ausgezeichnet hat" betonte er. Und er sei zuversichtlich, dass eine Konsenslösung zu erreichen sei. "Das wollen praktisch alle unsere Anhänger und Mitglieder." Die CSU habe schließlich auch eine zweifache Verantwortung: Die für Deutschland, etwa wenn es zu Koalitionsgesprächen mit der SPD kommen sollte, und die für Bayern.

Nadja Christ und Merle van Berkum mit Material von DPA, AFP & Tagesschau.de

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