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Asienreise von US-Präsident Donald Trump

Der US-Präsident trifft seine asiatischen Amtskollegen und schließt Milliardenverträge ab

US-Präsident Donald Trump reist von Sonntag, 05. November, bis Dienstag, 14. November 2017 durch Asien. Er trifft die Regierungschefs Japans, Südkoreas, Chinas, Vietnams und der Philippinen. Seine Ehefrau und First Lady, Melania Trump, begleitet ihn. Im Gepäck hat der US-Präsident eine große Wirtschaftsdelegation.

Nordkorea bestimmt die Agenda für Trump in Asien

Asien darf nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nicht von einem nordkoreanischen "Diktator" in "Geiselhaft" genommen werden. Trump nutzte seine Rede am Freitag beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Vietnam für scharfe Attacken gegen die Führung in Pjöngjang. Der US-Präsident sagte: "Die Zukunft dieser Region und ihrer wundervollen Menschen darf nicht durch die perversen Phantasien eines Diktators über gewaltsame Eroberung und atomare Erpressung in Geiselhaft genommen werden."

US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Konterpart Xi Jinping haben sich bei ihren Gesprächen in Peking um ein Bild der Einheit bemüht. Er hoffe, dass China und die USA ihre "gesunde, stabile und wachsende" Beziehung bewahren könnten, sagte Xi am Donnerstag, 09.11.17, in vorbereiteten Anmerkungen in der Großen Halle des Volkes. Bei den großen Themen Handel und Nordkorea-Konflikt gaben sich die beiden Präsidenten zuversichtlich. Kritischen Fragen der Presse stellten sie sich nicht.

Japan
05. - 06. November 2017

Trump & Shinzo

Die Golf-Mützen mit der Aufschrift "Trump & Shinzo - make alliance even greater" (Quelle: Reuters/Jonathan Ernst)

Am Sonntag, dem 05. November startete die Asienreise des US-Präsidenten Donald Trump in der Hauptstadt Japans, Tokio. Dort traf er auf den Premierminister Shinzo Abe, mit dem er eine Runde Golf spielte. Dabei trugen beide Mützen mit der Aufschrift „Donald & Shinzo“, was auf die gute Beziehung der beiden Regierungschefs anspielt. Der japanische Premier stimmt Trumps Aussagen Nordkorea betreffen zu und sagte, „dass in der Nordkorea-Frage alle Optionen auf dem Tisch sind". Wochen zuvor hatte Trump dem Regime in Pjöngjang mit Krieg gedroht. Den japanischen Kaiser Akihito traf Trump am darauf folgenden Tag.

Südkorea
07. - 08. November 2017

US-Präsident Trump hält am 08.11.17 in Seoul vor dem Parlament eine Rede. (Quelle: AP/Lee Jin-Man)

In Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, traf der US-Präsident erst auf den Präsident Moon Jae In. Am nächsten Tag hielt Trump eine Rede vor dem Parlament, in der er eine deutliche Warnung an Nordkorea gerichtet, den Konflikt aber nicht weiter angeheizt hat. Des Weiteren sagte er, Nordkorea sei eine Hölle, die kein Mensch verdiene und warnte Pjöngjang davor, die USA jemals zu unterschätzen oder herauszufordern: "Amerika sucht keinen Konflikt. Aber wir gehen ihm nicht aus dem Weg", sagte Trump. "Jetzt ist die Zeit für Stärke. Wenn du Frieden willst, musst du jederzeit mit Stärke agieren."

China
09. November 2017

Melania in China

Die First Lady Melania Trump begleitet ihren Ehemann Donald Trump auf der Asien-Reise und besichtigte u.a. die chinesische Mauer. (Quelle: EPA/Wu Hong)

Präsident Xi Jinping und Donald Trump trafen am Donnerstag, dem 09. November in Chinas Hauptstadt Peking aufeinander. Obgleich Trump sich im Vorfeld seines Besuches einige Fehltritte geleistet hatte, konnten die Handelsbeziehungen zwischen China und der USA weiter ausgebaut werden. Unternehmen beider Länder unterzeichneten Verträge von mehr als 250 Milliarden Dollar. Zuvor hat der US-Präsident den Vorsitzenden der Kommunistischen Partei (KP) und den Präsidenten Xi Jinping als "king of China" bezeichnet, was einer Majestätsbeleidigung gleichkommt. Der Versprecher zog jedoch keine weiteren Folgen nach sich.

Vietnam
10. – 11. November 2017

Trump in Vietnam

Donald Trump unterzeichnet am 10.11.17 in Da Nang eine Erklärung zur Ehrung der Vietnam Veteranen. (Quelle: DPA/Mark Schiefelbein)

In der Großstadt Da Nang besuchte Trump den Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschafts-Gipfel (Apec-Gipfel) und hielt dort eine Rede. Kämpferisch verkündet er eine konsequente Abkehr der USA von gemeinsamen wirtschaftlichen Rahmenwerken. Er wolle souveräne Staaten, unabhängig und nicht eingebettet, patriotisch, stolz und deswegen erfolgreich: "Wir suchen starke Partner, keine schwachen. Wir suchen starke Nachbarn, keine schwachen."

Philippinen
12. - 14. November 2017

Trump in Manila

US-Präsident Donald Trump beim "East Asia Summit" in Manila (Quelle: Jonathan Ernst/Reuters)

Die letzten drei Tage der Asien-Reise verbringen Donald Trump und seine Ehefrau Melania auf den Philippinen. Am 12. November sind sie zu Besuch in Manila. Der US-Präsident nimmt dort am Asean-Gipfel teil. Anschließend ist ein Gala-Dinner geplant. Für den 13. November ist ein Treffen mit dem Präsident Rodrigo Duterte angesetzt. Trump beendet die Asien-Reise mit seiner Teilnahme am Ostasien-Gipfel in Manila am Dienstag, den 14. November.

Trump zeigte sich mit den Ergebnissen seiner Reise sehr zufrieden. Er sagte, er habe eine unglaublich erfolgreiche Reise hinter sich. Er habe auf höchster Ebene neue Freunde kennengelernt und Dinge erlebt, die nie zuvor jemand erlebt habe. Nach einem etwa 22-stündigen Flug wird Trump in Washington zurückerwartet.


Moderatorin Constanze Abratzky im Studiogespräch mit dem Politologen Prof. Andreas Falke (Universität Erlangen-Nürnberg) zur Asienreise von US-Präsident Donald Trump

Nadja Christ mit Material von DPA, Reuters, AFP, AP und tagesschau.de

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