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149 Minuten online - jeden Tag

Studie von ARD und ZDF gibt Aufschluss über Nutzungsverhalten der Onlinemedien

Wer ist wie oft online? Diese Frage beantwortet die Onlinestudie seit 20 Jahren. Die neue Befragung zeigt, dass inzwischen fast jeder Deutsche das Internet nutzt - neun von zehn Befragten gehen regelmäßig oder gelegentlich online - Tendenz steigend. Täglich seien rund 50,2 Millionen Menschen online, schreiben die Autoren der Onlinestudie von ARD und ZDF.

Frauen sind häufiger online als Männer, Streaming-Dienste sind beliebt wie nie, nur noch zehn Prozent leben offline. Dies sind einige der Ergebnisse der Onlinestudie von ARD und ZDF. An Popularität verloren hat jedoch ein einstiger Hoffnungsträger von Onlinemedien.

Frauen häufiger online als Männer

Smartphone

Ein junger Mann hält ein Smartphone in der Hand (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Durchschnittlich 149 Minuten sind die Deutschen jeden Tag online. Das sind 21 Minuten mehr als im vergangenen Jahr. Auffällig ist: Frauen nutzen das Internet deutlich häufiger als Männer. Sie kommen auf einen täglichen Konsum von rund drei Stunden, während Männer gut zwei Stunden online sind. Je jünger die Menschen, desto mehr nutzen sie das Internet. 14-bis 29-Jährige nutzen das Internet mehr als viereinhalb Stunden pro Tag, 30-bis 49-Jährige rund drei Stunden. Ein deutlich niedrigeres Niveau erreichen die beiden Altersgruppen darüber: 50 bis 69 Jahre gut anderthalb Stunden, über 70 Jahre etwas mehr als eine halbe Stunde.

Die Autoren veränderten in diesem Jahr die Methodik, um sich geändertem Nutzungsverhalten anzupassen. Ein WhatsApp-Nutzer verstehe sich nicht unbedingt als Internetnutzer, argumentieren sie. Deshalb fragten die Autoren erstmals nach konkreter Nutzung, etwa nach Online-Shopping, Messenger-Diensten, Spielen oder Streamingangeboten.

Populäres Streaming

Insgesamt ist die Nachfrage nach Videos im Internet rückläufig. 53 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal pro Woche Bewegtbild anzuschauen (Vorjahr: 56 Prozent). Während kostenpflichtigen Video-Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime ihre Reichweite von 12 auf 23 Prozent fast verdoppelt hätten, wurden Facebook-Videos, YouTube-Inhalte oder Mediatheken weniger stark nachgefragt.

Deutlich gefragter als im Vorjahr seien Audioangebote, was vor allem auf eine ebenfalls stärkere Nutzung der Streamingdienste zurückzuführen sei. Die Reichweiten von Fernseh- und Radiosendungen im Internet - live oder zeitversetzt - seien stabil geblieben.

Für die Studie wurden insgesamt 2017 Personen ab 14 Jahren befragt.

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