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ARD-DeutschlandTrend und ZDF-Politbarometer

SPD deutlich hinter CDU, Merkel weit vor Schulz

In den beiden Umfragen des ARD-DeutschlandTrends und des ZDF-Politbarometers liegt jeweils die CDU deutlich vor der SPD. Die Sozialdemokraten büßten nach dem TV-Duell am Sonntag laut Umfragewerten der ARD sogar zwei Prozentpunkte ein. Die übrigen Umfragewerte der einzelnen Parteien blieben weitgehend stabil.

Auch in dieser Woche weichen die Umfragedaten von Infratest dimap (ARD-DeutschlandTrend) und Forschungsgruppe Wahlen (ZDF-Politbarometer) leicht voneinander ab. Im Großen und Ganzen wird jedoch bei beiden Umfragen ein übereinstimmendes Bild vermittelt.

Umfragewerte der Parteien

Umfragewerte der Parteien_ARD

Wenn nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die Mehrheit der Bürger die CDU/ CSU wählen. (Quelle: ARD/ Infratest dimap)

Die CDU/ CSU ist bei beiden Meinungsforschungsinstituten immer noch stärkste Kraft. Während sie im DeutschlandTrend ihr Ergebnis vom 01. September halten konnte und weiterhin bei 37 Prozent bleibt, büßt sie im Politbarometer einen Punkt ein, führt jedoch mit 38 Prozent das Parteienspektrum immer noch deutlich an. In der ARD-Umfrage verliert die SPD zwei Prozentpunkte und steht nun bei 21 Prozent. Das Politbarometer des ZDF sieht die Sozialdemokratische Partei hingegen bei stabilen 22 Prozent.

Auch bei den übrigen Parteien weichen die Werte jedoch kaum voneinander ab. Die Linke erhielt zehn (ARD) bzw. neun Prozent (ZDF), die Grünen konnten in beiden Umfragen ihr vorheriges Ergebnis von acht Prozent halten. Die FDP konnte in beiden Umfragen neun Prozent einholen, wobei sie sich bei der ARD um einen Prozentpunkt verbesserte, beim ZDF hingegen einen Punkt einbüßte. Während die AfD im DeutschlandTrend mit elf Prozent die drittstärkste Kraft ist, liegt sie im Politbarometer mit neun Prozent gleichauf mit der Linken.

Merkel bei der Kanzlerfrage deutlich vor Schulz

Sowohl die Daten des DeutschlandTrends als auch die des Politbarometers sehen die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im direkten Vergleich mit ihrem Herausforderer Martin Schulz (SPD) immer noch weit vorne. Wenn die Bevölkerung den Bundeskanzler direkt wählen könnte, würde die deutliche Mehrheit der Befragten die amtierende Bundeskanzlerin wiederwählen. Die konkreten Zahlen weichen jedoch zwischen den beiden Umfragen voneinander ab.

Im ARD-DeutschlandTrend konnte sich Merkel um fünf Prozent verbessern und liegt mit 54 Prozent fast 30 Punkte vor Schulz. Dieser hielt sein Ergebnis von 26 Prozent aus der letzten Woche stabil. Die Mehrheit der Befragten hält Merkel für „kompetenter“, „glaubwürdiger“ und „sympathischer“. Schulz wird von den meisten Befragten als „bürgernäher“ beschrieben.
Im ZDF Politbarometer konnte der Sozialdemokrat dagegen fünf Prozent aufholen und erzielte ein Ergebnis von 33 Prozent. Die Bundeskanzlerin hielt ihren Wert von 57 Prozent.

Politikerzufriedenheit_ARD

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz konnte sich nur einen Platz im Mittelfeld sichern. (Quelle: ARD/ Infratest dimap)

Liste der beliebtesten Politiker

Im ARD-DeutschlandTrend führt Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Liste der beliebtesten Politiker mit 66 Prozent Zustimmung an. Auf Platz zwei liegt die Bundeskanzlerin mit 63 Prozent. Es folgen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen.

Politikerzufriedenheit_ZDF_erste Hälfte

Angela Merkel steht auf Platz eins bei der Bewertung der zehn wichtigsten Politiker im ZDF_Politbarometer. (Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Martin Schulz konnte zwar sechs Punkte zulegen, erreicht aber trotzdem nur eine Platzierung im Mittelfeld mit 39 Prozent. Das Schlusslicht bildet Alice Weidel (AfD).

Im Politbarometer des ZDF liegt Angela Merkel auf Platz eins, gefolgt von Schäuble, Gabriel, Schulz, Özdemir, Christian Lindner (FDP), de Maizière, Horst Seehofer (CSU), Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht. Vor allem Wagenknecht und Schulz konnten sich hier deutlich verbessern.

Arbeit der Bundesregierung und Fahrverbote

Tagesschau

Fr. 08.09.17, 20.00 Uhr

Für den DeutschlandTrend wurden die Befragten außerdem gefragt, ob sie mit der Arbeit der jetzigen Bundesregierung zufrieden sind und welche Meinung sie vor dem Hintergrund des Diesel-Skandals zu Fahrverboten haben. Dabei gaben 50 Prozent an, dass sie mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden sind. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 49 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Fahrverbote halten 53 Prozent für falsch, 42 Prozent hingegen für richtig. Eine deutliche Mehrheit der Befragten findet außerdem, dass die Automobilindustrie die Autobesitzer stärker entschädigen sollte.

Franziska Schmitt mit Material von heute.de, dpa, afp, ots und reuters

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