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Hurrikan "Irma" fordert Tote

Karibische Inseln und Florida stark verwüstet

"Irma" hat am Samstag, 09.09.17, und Sonntag, 10.09.17, Florida und Kuba erreicht und sorgte vielerorts für erhebliche Schäden. Der Hurrikan dorderte insgesamt mehr als 50 Tote.


Florida stark betroffen

"Irma" in Florida

"Irma" überflutet Miami in Florida. (Quelle: Reuters/ Stephen Yang)

"Irma" zog am 09. und 10.09.17 über das Festland des US-Bundesstaats Florida. Am Sonntag, 10.09.17, hatte der Sturm den Süden Floridas erreicht, zu der Zeit war "Irma" noch als Hurrikan der Kategorie vier eingestuft worden. An der Grenze zum Auge des Wirbelsturms wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern gemessen, teilte das US-Hurrikanzentrum in der Nacht zum Montag, den 11.09.2017, mit. Danach hatte sich der Sturm jedoch abgeschwächt und wurde am Montagabend zu einem tropischen Tief herabgestuft.
Auch in den US-Bundesstaaten Georgia und South Carolina sorgte "Irma" für Überschwemmungen und Tote. Von dem Flughafen in Atlanta, Georgia, wurden hunderte Flüge gestrichen.

In der Nacht zum Dienstag, 12.09.17, zog "Irma" dann weiter in Richtung der US-Bundesstaaten Alabama und Tennessee.

Trump kündigt Besuch in Florida an

US-Präsident Trump hat angesichts der Verwüstungen durch den Hurrikan "Irma" den Katastrophenfall für Florida ausgerufen. Damit machte er den Weg frei für Bundeshilfen. Er kündigte überdies an, er wolle möglichst bald selbst nach Florida reisen, um sich ein Bild von der Situation vor Ort verschaffen zu können. Zudem gab er bekannt, das Weiße Haus ginge davon aus, dass Teile der Inselgruppe Florida Keys über längere Zeit unbewohnbar bleiben werden. Dort hatte das Wasser bis zu drei Meter hoch gestanden.

Die Schadenshöhe in Florida könnte mehrere Millionen US-Dollar betragen. Die Aufräumarbeiten sind im Gange. Aufgrund dutzender Plünderungen war an der Ostküste Floridas eine Ausgangssperre bis 07.00 Uhr Ortszet verhängt worden.

Aufräumarbeiten im Gange

Am Mittwoch, 06.09.17, hat "Irma" die karibischen Inseln Barbuda, Saint-Martin, Saint-Barthélemy und Barbados erreicht und hinterließ dort schwerste Verwüstungen. Über 30 Menschen kamen in der Karibik ums Leben.

Gaston Browne, der Regierungschef von Barbuda und Antigua, sagte, die Insel habe komplett unter Wasser gestanden. Sie war praktisch unbewohnbar und "nur noch ein Haufen Schutt". Zudem seien rund 60 Prozent der Bevölkerung obdachlos gewesen. Der Wiederaufbau werde Jahre dauern. Die Kosten dafür schätzt Browne auf 150 Millionen Dollar.
Als Ursache für Wetterphänomen wie "Irma" benannte der Regierungschef den Klimawandel. Des Weiteren kritisierte er den amerikanischen Präsidenten Donald Trump dafür, dass er den Klimawandel leugne. Politiker, die dies täten, seien "unverantwortlich".

Auch auf der Insel Saint-Martin war der Schaden verheerend. 95 Prozent der Insel seien zerstört, wie Daniel Gibbs, Paäsident des Territorialrats von Saint-Martin, bekannt gab. Hier hatten die Menschen zwischenzeitlich ebenfalls kein Trinkwasser und keinen Strom. Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte finanzielle Hilfe an. Er hat außerdem nach eigenen Angaben "die größte Luftbrücke seit dem Zweiten Weltkrieg" auf die Insel errichtet. Der niederländische Teil der Insel, Sint Maarten genannt, wurde sehr schwer getroffen. Der niederländische König Willem-Alexander hat die Insel am Montag, 11.09.17, besucht und dabei gesagt, eine solche Zerstörung habe er noch nie gesehen.

"Irma" auf Kuba

Ein Mann trägt sein Kind durch die Straßen in Havana, nachdem "Irma" auf Kuba am Sonntag, den 10.09.2017, über der Insel wütete. (Quelle: AP/ Ramon Espinosa)

Die Insel Kuba wurde ebenfalls von "Irma" zerstört und es sind zehn Menschen ums Leben gekommen.

Auch Puerto Rico war betroffen. Obwohl "Irma" nicht direkt über das Land hinwegfegte, war der Freistaat dennoch hohen Windgeschwindigkeiten ausgesetzt. Bäume wurden umgerissen und es entstanden Schäden durch Überschwemmungen. Tausende Menschen waren in der Nacht zum Donnerstag, den 07.09.2017, ohne Wasser und Strom.

Eine der größten Evakuierungsaktionen

Vor Ort

Di. 12.09.17, 09.00 Uhr

Der zunächst als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf eingestufte Sturm "Irma" hat eine der größten Evakuierungsaktionen in Geschichte der Vereinigten Staaten ausgelöst. Mehr als 6,5 Millionen Menschen, insbesondere aus dem Raum Florida, waren aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
Weltweit waren wegen "Irma" über 12 000 Flüge ausgefallen.

Die Bundesregierung entsendete nun ein Kirsenteam aus 31 Personen in die USA, darunter Hilfskräfte des Technischen Hilfswerk (THW), der Bundeswehr und Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes.

Nadja Christ und Franziska Schmitt mit Material von DPA, AFP, AP, tagesschau.de und heute.de

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