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Wahl-O-Mat der Bundeszentralen für politische Bildung startet wieder

Nutzer können ab Mi. 30.08.17 ihre persönlichen politischen Positionen mit denen der Parteien vergleichen

Seit 2002 veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bei Bundestagswahlen, Landtagswahlen und bei Wahlen zum Europäischen Parlament den sogenannten Wahl-O-Mat. Auch für die diesjährige Bundestagswahl am 24.09.17 steht der Wahl-O-Mat wieder auf der Website der bpb zur Verfügung.

Der Wahl-O-Mat der bpb

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentralen für politische Bildung startet wieder am 30.08.2017. (Quelle: Dpa/ Peter Kneffel)

Ziel des Wahl-O-Mat ist in erster Linie, den Nutzern mehr Informationen zu anstehenden Wahlen bereitzustellen. Er bietet ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen politischen Positionen mit denen der zur Wahl zugelassenen Parteien abzugleichen.

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Dafür gibt es ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. 38 Thesen können mit "stimme zu", "stimme nicht zu", "neutral" oder "These überspringen" beantwortet werden.
Zunächst müssen die Thesen beantwortet werden, anschließend kann man den Thesen, die man selbst persönlich am wichtigsten findet, besonderes Gewicht geben. Sie zählen dann doppelt so viel in der Auswertung.

Am Ende kann der Nutzer bis zu acht Parteien auswählen, mit deren Aussagen die eigenen Antworten dann verglichen werden. Gleichzeitig wird zu jeder Partei ein kurzes Profil angezeigt.
Über ein Balkendiagramm wird schließlich der Grad der Übereinstimmung angezeigt. Auch die Antworten zu den Thesen können einzeln verglichen werden. Viele Parteien haben darüber hinaus zu ihren Antworten eine Begründung geliefert, die ebenfalls einzusehen ist. Zudem steht eine PDF zum Download bereit, in der alle Antworten noch einmal nachgelesen werden können.

Die Bundeszentrale für politische Bildung betont außerdem, dass der Wahl-O-Mat nur einen Vorgeschmack geben soll auf mehr politische Information und mehr Wahlthemen.

Wirkung des Wahl-O-Mat

Vor Ort

Mi. 30.08.17, 12.00 Uhr

Mithilfe bisheriger Umfragen, erforscht die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf das Nutzungsverhalten beim Wahl-O-Mat. Die Auswahl der Nutzer, die an den Umfragen teilnehmen können, erfolgt ganz zufällig. Die Personen werden dabei nach der Benutzung des Wahl-O-Maten über die Möglichkeit der Teilnahme informiert.

So konnte festgestellt werden, dass der überwiegenden Mehrheit der Nutzer der Wahl-O-Mat Spaß macht. Obwohl viele Nutzer schon vor der Benutzung eine politische Orientierung haben, können die meisten Menschen dadurch besser die Unterschiede zwischen den Parteien erkennen und mehr über die Parteien erfahren. Besonders positiv ist, dass etwa die Hälfte der Nutzer durch den Wahl-O-Mat motiviert wird, sich weiter politisch zu informieren und ihr Interesse an Politik zu fördern.

Bisher ist der Wahl-O-Mat bereits über 50 Millionen Mal genutzt worden. Alleine vor den letzten Bundestagswahlen 2013 machten mehr als 13 Millionen Menschen davon Gebrauch. Der Wahl-O-Mat kann sowohl über die Website der Bundeszentralen für politische Bildung aufgerufen werden als auch über eine App für Smartphones und Tablets.

Franziska Schmitt mit Material von bpb.de

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