Inhalt

Kamingespräch

Fr. 07.07.17, 22.30 - 23.00 Uhr, Wdh. Sa. 08.07.17, 00.00 - 00.30 Uhr, So. 09.07.17, 13.00 - 14.00 Uhr, Mo. 10.07.17, 00.00 - 01.00 Uhr

Michael Hirz im Gespräch mit Joschka Fischer

„Wir hängen existenziell am Gelingen des europäischen Projekts“, sagt der überzeugte Europäer Joschka Fischer. Denn die USA hätten sich durch die Wahl Donald Trumps dafür entschieden, nicht mehr westliche Führungsmacht zu sein, sondern den nationalen Weg einzuschlagen. Im „Kamingespräch“ spricht Michael Hirz mit dem ehemaligen Vizekanzler und Gründungsmitglied der Grünen, Joschka Fischer, über eine europäische Sicherheitsarchitektur, die Frage, wie viel Engagement außerhalb der Parteien nötig ist, um gesellschaftliche Entwicklungen voranzutreiben sowie über unsere Verantwortung für Afrika.

Die Probleme Afrikas hätten wir lange ignoriert, kritisiert Fischer. Wichtig sei, Afrika vor allem als einen Partner zu sehen und sich um eine intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit zu bemühen. Diese liege auch im europäischen Interesse. Eine Perspektive für Deutschland sieht er aufgrund der geopolitischen Lage, sowie der wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen ohnehin nur innerhalb Europas.

Fischer gehört zu den profiliertesten und streitbarsten deutschen Politikern. Von 1998 bis 2005 war er Außenminister und Vizekanzler im rot-grünen Kabinett Gerhard Schröders. Seit 1982 Mitglied der Grünen, gehört er dem realpolitischen Flügel an und befürwortet als Außenminister den ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr im Kosovo.

2006 zieht sich Fischer aus dem Bundestag zurück, übernimmt eine Gastprofessur in Princeton und gründet 2007 eine Beraterfirma.

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück