Inhalt

"Polens Blockade - Die EU in der Krise"

phoenix Runde: Do. 09.03.17, 22.15 - 23.00 Uhr; Wdh. Fr. 10.03.17, 00.00 Uhr

Anke Plättner

Moderatorin Anke Plättner (Quelle: phoenix/ Christian Marquardt)

Die EU streitet über ihre Zukunft. An diesem Donnerstag debattieren die Mitgliedstaaten über die Weiterentwicklung der Gemeinschaft. Polen reicht eine Konzentration der EU auf wenige Themen wie Verteidigung. Für Ungarn ist vor allem der Binnenmarkt wichtig. Belgien, Luxemburg, aber auch Deutschland und Frankreich fordern dagegen eine tiefere Integration in der Wirtschafts- und Steuerpolitik und eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. Eine EU der „verschiedenen Geschwindigkeiten“ soll hier nach Bundeskanzlerin Angela Merkel die Antwort auf die Herausforderungen geben. In einem solchen Europa könnten sich einige Staaten bei der Flüchtlingsverteilung ausklinken, aber bei der EU-Verteidigungspolitik und dem Binnenmarkt dabei sein. Doch die Pläne sind umstritten. Es könnte, so die Befürchtung, ein Europa erster und zweiter Klasse entstehen.

Wie kann Europa die Krise überwinden? Wie könnte ein Neustart für die EU aussehen? Wie sinnvoll ist eine EU der „unterschiedlichen Geschwindigkeiten“?

Anke Plättner diskutiert u.a. mit:

- Almut Möller (European Council on Foreign Relations)
- Rolf Dieter Krause (ehem. ARD-Studioleiter Brüssel)
- Linn Selle (Politikwissenschaftlerin und Europäische Bewegung Deutschland)
- Richard Kühnel (Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland)

Moderation: Anke Plättner

Linn Selle studierte Politikwissenschaft in Bonn und Paris. Derzeit promoviert sie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/ Oder. Selle war 2010-2014 im Bundesvorstand der „Junge Europäische Föderalisten Deutschland“ und ist aktuell im Vorstand von „Europäische Bewegung Deutschland“ aktiv.

Almut Möller hat Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Europarecht in Münster, Aix-en-Provence und München studiert. Aktuell ist sie Senior Fellow am European Council on Foreign Relations (ECFR) und Leiterin des Berliner Büros.

Rolf-Dieter Krause arbeitete für die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" in Düsseldorf. 1982 ging er zum WDR Fernsehen. Von 1990 bis 1995 war er ARD-Korrespondent in Brüssel, bis er als stellvertretender Studiochef und Moderator des "Bericht aus Bonn" ins ARD-Studio Bonn wechselte. Von 2001-2016 leitete Krause das ARD-Studio in Brüssel.

Richard Kühnel hat in Graz, Lyon, Florenz und Princeton Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften studiert. 1994 trat Kühnel in den österreichischen diplomatischen Dienst ein. Nach Stationen in Tokio, New York und Wien wechselte Kühnel zur Europäischen Kommission und begann seinen Dienst als Berater im Kabinett von Benita Ferrero-Waldner, der damaligen Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik. 2008 kehrte er nach Wien zurück und übernahm den Posten des Vertreters der Europäischen Kommission in Österreich. Seit dem 1.6.2014 ist Richard Kühnel Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück