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Bilderbuchstart der "Discovery" löst Freude in USA und Europa aus

Der Bilderbuchstart der US- Raumfähre "Discovery" mit dem Deutschen Thomas Reiter an Bord hat große Freude und Erleichterung sowohl in den USA als auch in Europa ausgelöst.

Start der Discovery zur ISS

Um 20.38 Uhr MESZ startet die Discovery (Quelle: PHOENIX)

"Einen besseren Start als heute gibt es nicht", sagte der Direktor der US-Raumfahrtbehörde NASA Michael Griffin am 04. Juli 2006 in Cape Canaveral in Florida. Thomas Reiter würden bald andere europäische Astronauten folgen, sagte der Direktor für bemannte Raumfahrt der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Daniel Sacotte.

Der Spaceshuttle hob nach den zwei wegen Gewittern abgebrochenen Countdowns vom Wochenende am Dienstag, den 04. Juli 2006 um 20.38 Uhr MESZ bei schönstem Sommerwetter vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Der Flug verläuft nach Angaben des Kontrollzentrums in Houston (Texas) glatt und ohne Probleme. Obwohl beim Start einige Stücke Isolierschaum vom Außentank abgeplatzt seien, bestehe keinerlei Grund zur Sorge für die Crew, sagte der Shuttle-Programm-Direktor, Wayne Hale, nach Auswertung der ersten Bilder und Daten.

Langzeitbesuch von Thomas Reiter
Achteinhalb Minuten nach dem Start schwenkte die "Discovery" in einen Orbit um die Erde ein. Reiter bleibt als erster Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA zu einem Langzeitbesuch von mindestens sechs Monaten auf der ISS. Der 48-Jährige wird dort als Bordingenieur arbeiten, 25 Experimente - darunter acht deutsche - betreuen und zu einem Außeneinsatz in den Weltraum aussteigen. Reiter hat sich fünf Jahre lang auf den Flug mit der "Discovery" vorbereitet.

Mit Reiter werden erstmals seit mehr als drei Jahren nach dem tödlichen Unglück der Raumfähre "Columbia" wieder drei Astronauten auf der Weltraumstation arbeiten.

Es ist der erste Flug der "Discovery" seit knapp einem Jahr und erst der zweite seit dem tödlichen Unglück der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003. Die NASA erklärte den Start der "Discovery" zu ihrem Beitrag für die Feierlichkeiten am Unabhängigkeitstag der USA, dem 4. Juli.

Mit Material von dpa

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