Inhalt

Wahl 2006

Die Landtagswahlen

Die SPD hat sich bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern als stärkste Kraft behauptet. Sie kann sich dort nun ihre Koalitionspartner aussuchen. Trotz schwerer SPD-Verluste im Nordosten ist eine Neuauflage der rot-roten Regierung unter Ministerpräsident Harald Ringstorff möglich. Der SPD-Politiker hält sich aber auch eine große Koalition mit der knapp geschlagenen CDU offen. In der Hauptstadt hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Wahl zwischen einer Neuauflage von Rot-Rot oder einer Koalition mit den erstarkten Grünen.

Getümmel bei der SPD in Berlin am Wahlabend des 17. Septembers

Freude bei Klaus Wowereit in Berlin (Quelle: PHOENIX)

In Berlin beraten die Parteigremien über die Wahlergebnisse und mögliche Koalitionen. Entscheidungen werden erst einmal nicht erwartet. Die Spitzenpolitiker werden voraussichtlich auch über den Umgang mit der rechtsextremen NPD beraten, die am Wahlabend in den Schweriner Landtag eingezogen war. Die NPD ist auch in Sachsen im Parlament.

In der Hauptstadt konnte die SPD nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erwartungsgemäß etwas zulegen. Wowereit will mit Linkspartei und Grünen Sondierungsgespräche führen. In Mecklenburg- Vorpommern will Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) mit Linkspartei und CDU über eine Regierung sprechen. Mit Blick auf Rot- Rot sagte er: "Es stimmt, dass es in der zweiten Legislatur mit der PDS nicht mehr so einfach war."

Während die Berliner CDU mit Spitzenkandidat Friedbert Pflüger auf einen Tiefstand bei Abgeordnetenhauswahlen sackte, kam die CDU um Jürgen Seidel im Nordosten fast an die SPD heran. Die Beteiligung war bei beiden Wahlen gering - jeweils um die 60 Prozent.

Grafik zum Flash-Modul der Landtagswahlen vom 17. September 2006

Im Flash-Modul gelangen Sie zu den Ergebnissen der einzelnen Wahlkreise.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stürzte die SPD in Mecklenburg-Vorpommern um gut zehn Prozent auf 30,2 Prozent ab (2002: 40,6). Die CDU erreichte nur noch 28,8 Prozent (31,4), ihr bisher schlechtestes Landtagswahl-Ergebnis im Nordosten. Die Linkspartei schaffte 16,8 Prozent (16,4). Der FDP gelang mit 9,6 Prozent nach zwölf Jahren der Wiedereinzug in den Landtag (4,7). Die Grünen verpassten mit 3,4 Prozent (2,6) klar den Sprung ins Schweriner Parlament. Dagegen überwand die NPD mit 7,3 Prozent (2002: 0,8) die Fünf-Prozent-Hürde. Die Sitze sind demnach folgendermaßen verteilt: SPD 23 (2002: 33), CDU 22 (25), Linkspartei 13 (13), FDP 7, NPD 6.

In Berlin erzielte die SPD laut vorläufigem amtlichen Endergebnis 30,8 Prozent (2001: 29,7), die CDU 21,3 Prozent (23,8). Die Linkspartei stürzte auf 13,4 Prozent (22,6). Die Grünen legten deutlich auf 13,1 Prozent (9,1) zu. Die Freien Demokraten kamen auf 7,6 Prozent (9,9). Die Sitzverteilung: SPD 53 (2001: 44), CDU 37 (35), Linkspartei 23 (33), Grüne 23 (14), FDP 13 (15).

Viele Hintergrundinformationen zu den Landtagswahlen finden Sie nur bei uns. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor und berichten über die Besonderheiten der drei Länder und deren Wahlsysteme.

PHOENIX.online - das ganze Bild

Die Landtagswahlen vom 17. September 2006:

Die Landtagswahlen vom 26. März 2006:

Mit Material von PHOENIX und dpa

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück