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Landtagswahl in Bayern

CSU-Chef Huber und Ministerpräsident Beckstein erklären Rücktritt
Horst Seehofer folgt nach

Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat am Dienstag in München seinen Rücktritt angekündigt, Ministerpräsident Günther Beckstein gab am Mittwoch sein Amt auf. Während Bundeslandwirtschaftsminister schnell als neuer Parteichef feststand, wird über die Position des neuen Landesvaters noch gerungen.

CSU-Chef Erwin Huber verkündet seinen Rücktritt auf einer Pressekonferenz

Erwin Huber kündigt seinen Rücktritt an (Quelle: PHOENIX)

Erwin Huber zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem Debakel seiner Partei bei der bayerischen Landtagswahl am Sonntag. Er werde sein Amt auf dem Sonderparteitag am 25. Oktober zur Verfügung stellen. "Ich gebe damit meiner Partei die Chance zu einem personellen Neubeginn", sagte Huber in einer kurzen Erklärung. Er bleibe aber in der politischen Verantwortung und werde weiter für die CSU und Bayern arbeiten. Das will auch Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, der nun den Parteivorsitz übernimmt.

Tags darauf gab auch Ministerpräsident Günther Beckstein sein Amt auf. Das Vertrauen der Wähler sei "deutlich niedriger als ich erwartet hatte“ ausgefallen, so Beckstein. Auch in der CSU war der Rückhalt "nicht groß genug, um als Ministerpräsident die schwierigen Aufgaben bestehen zu können“.

Günther Beckstein am Wahlabend des 28. Septembers

(Quelle: Reuters)

Nach dem amtlichen Endergebnis erreichte die CSU bei den Landtagswahlen 43,4 Prozent, die SPD kam auf 18,6 Prozent, die Grünen liegen bei 9,4 Prozent. FDP (8 Prozent) und Freie Wähler (10,2 Prozent) sind ebenfalls im Landtag. Die Linke hat mit 4,3 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag verpasst. Die sonstigen Parteien erhalten zusammen 6,1 Prozent.

Die CSU-Spitze erklärte, zügig Sondierungsgespräche mit der FDP und den Freien Wählern zu führen. Er stehe für eine Koalition zur Verfügung, sagte Ministerpräsident Günther Beckstein am Wahlabend. Spätestens am 27. Oktober muss nach der bayerischen Verfassung der Ministerpräsident im Landtag gewählt werden. Bis dahin müssten die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen sein.

Mit Material von PHOENIX und dpa

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