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Wahl 2008

Neuauflage der CDU-FDP-Koalition erwartet

Komfortable Mehrheit für Schwarz-Gelb, erneutes Wahldebakel für die SPD: In Niedersachsen ist das Regierungsbündnis aus CDU und FDP unter Ministerpräsident Christian Wulff trotz leichter Verluste am Sonntag mit insgesamt fast 51 Prozent erwartungsgemäß als klarer Sieger aus der Landtagswahl hervorgegangen.

Christian Wulff und Ursula von der Leyen im PHOENIX Interview

"Wir haben die Wahl gewonnen" (Quelle: PHOENIX)

Die SPD unter Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner rutschte dagegen um drei Punkte auf nur noch 30,3 Prozent und damit den tiefsten Stand ihrer Nachkriegsgeschichte. Der Linkspartei gelang der erste Einzug in das Landesparlament eines westdeutschen Flächenlandes.

Die CDU kam dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge auf 42,5 Prozent und kann so mit der FDP, die 8,2 Prozent erreichte, unangefochten weiterregieren. Die CDU erhält im neuen Landtag 68 Sitze, die FDP 13. Allerdings büßten die Christdemokraten fast sechs Punkte oder 23 Sitze ein. "Wir haben die Wahl gewonnen!", rief Wulff am Sonntagabend seinen begeisterten Anhängern zu. Nach seiner Überzeugung hat das Wahlergebnis Bedeutung für die Bundespolitik: "Es ist ein Zeichen, dass wir in Deutschland eine kleine Koalition hinbekommen können aus CDU/CSU und FDP, und dass wir nicht ewig eine Große Koalition haben müssen." Einen Wechsel nach Berlin schloss Wulff aus; er wolle aber einer der Stellvertreter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel bleiben und werde sie nach Kräften unterstützen. Wulff nannte es schlimm, dass die Linke ins Landesparlament eingezogen sei und die SPD als Volkspartei nicht mehr nach links integrieren könne. Die Linke erreichte bei ihrer Wahlpremiere in Niedersachsen 7,1 Prozent und erhält damit 11 Sitze im Parlament.

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